Ansturm auf Erbeskopf: Gespräche der Verantwortlichen zur Problemlösung

Nach dem Besucheransturm am Erbeskopf und den überfüllten Parkplätzen, gibt es nun Gespräche mit allen Verantwortlichen, um Lösungen zu finden.

Besucher aus allen Himmelsrichtungen 

Der richtige Winter mit Schnee und Frost ist da.  Und schon strömen tausende Besucher:innen zum Erbeskopf, um Schlitten zu fahren oder eine schöne Wanderung zu machen. Es gibt dort auch einen großen Parkplatz, doch am Wochenende, war dieser Parkplatz einfach zu klein. Obwohl die Skilifte noch nicht in Betrieb sind, gab es einen wahren Ansturm auf den Erbeskopf. Die Menschen wollen einfach raus! Raus in die Natur und das ohne weit zu fahren… Naja oder doch? Es waren unzählige Menschen auch aus dem Saarland, NRW und Belgien. Luxemburg und Frankreich angereist.

Lange Staus 

Die Anreisewelle startete zur Mittagszeit gegen 12 Uhr. Wer dann aus Richtung Thalfang kommend mit dem Auto ankam, musste erst einmal lange im Stau stehen. Bis zur ersten Abfahrt nach Deuselbach staute es sich zurück. Zur späteren Stunde dann auch in Richtung Allenbach/ B 269. Viel zeit war gefragt. Oftmals sind die Familien mit den Kindern auf der Straße bereits im Stau ausgestiegen und zu Fuß weiter, während der Fahrer, die Fahrerin sich noch in warten üben musste. Und ob es dann noch einen Parkplatz gab, war ungewiss.

Parken- Überall wo es geht… 

Dann begann erst ein Auto auf Wald- und Feldwegen zu parken und in kürzester Zeit, gab es auch dort keine Plätze mehr. Doch mancherorts lag der Schnee sehr hoch. Die Folge: Das Auto bleibt stecken und ein Abschlepper muss anrücken. Zwischenzeitlich musste die Polizei einschreiten und die Zufahrt kurzweilig sperren. Dies sollte aber nicht von langer Dauer sein. Denn ein komplettes Absperren, wie vor einem Jahr sollte es nicht mehr geben. Das sagte uns auch  Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Thalfang, Vera Höfner „Vor einem Jahr hatten wir Ausnahmesituationen. Zunächst en Lockdown und zum weiten den enormen Schneebruch mit Lebensgefahr. Die Zufahrt musste also gesperrt werden. Aber in diesem Jahr sollte das eigentlich nicht nochmals zum Regelfall werden. Wir können nicht jedes Jahr jetzt die Strecke sperren.“ 

Keine Beanstandungen bei Kontrollen 

Die Polizei führte auch Kontrollen am Erbeskopf durch. Doch hier blieb alles ohne weitere Maßnahmen. Die Menschen hätten sich alle an die geltenden Regeln gehalten. Und wenn man einen Blick auf den Berg geworfen hatte, so sah man dass sich die Familien auch größtenteils immer ihr eigenes „Plätzchen“ gesucht hatten zum Rodeln und Spielen. 

Gespräche über die Zukunft 

Nun ist der Erbeskopf bereits gut besucht gewesen, ohne dass die Skilifte an waren. Wenn alle Karten mitspielen, könnte es ja bald soweit sein. Wie wird es dann am Erbeskopf ablaufen? Muss man sich jetzt am jedem Wochenende erst einmal auf 1,5 Stunden Stau einstellen? Genau diese Fragen müssen schnell geklärt werden. Da ist sich auch die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Thalfang, Vera Höfner einig. „Es müssen Gespräche geführt werden. Diese haben wir bereits am Montag gestartet. Aber auch schon lange davor, wurde sich mit diesem Thema auseinander gesetzt.“ Hierbei macht sie klar, dass es nicht nur 2-3 Leute sind. Der Erbeskopf liegt in einem Nationalpark und hier müssen viele Verantwortliche mit ins Boot genommen werden: Die VG, der Kreis, die Nationalparkbehörde, die Polizei, das Ordnungsamt, die Bundeswehr, der LBM, Förster usw.

Buchungssystem bei Liftbetrieb 

Fest steht bereits heute: Einen größeren Parkplatz wird es nicht geben. Das System wird sich aber wohl mit dem möglichen Öffnen der Skilifte ändern und somit kann der Besucherstrom gezielt gelegt werden. An den Tagen, an denen die Skilifte fahren, wird es zum Verkauf von täglichen 500 Tageskarten kommen. Diese müssen dann vorab online gebucht werden. Wie man mit den Besuchern umgehen wird, die lediglich zum Wandern oder Rodeln kommen, ist derzeit noch unklar. Die Gespräche sind am laufen. Das kommende Wochenende wird sicher kommen…