Hund stirbt an tödlichem Virus nach Jagd in Trier-Saarburg

Für Menschen ungefährlich, für Hunde aber immer tödlich: Erneut wurde bei einem Hund aus Rheinland-Pfalz die Aujeszkysche Krankheit nachgewiesen. Der Hund war zuvor bei einer Jagd im Kreis Trier-Saarburg eingesetzt worden und hatte dabei Kontakt zu einem Wildschwein.
Während der Jagd im Kreis Trier-Saarburg hat sich ein Jagdhund mit dem tödlichen Virus infiziert. Symbolbild: Pixabay

In den vergangenen Jahren hat das Landesuntersuchungsamt (LUA) das tödliche Virus bei insgesamt fünf jagdlich geführten Hunden aus den Landkreisen Kusel, Bernkastel-Wittlich, Neuwied und Rhein-Hunsrück nachgewiesen.

Krankheit tritt bei Wildschweinen auf

Schweine gelten als Hauptwirte des Erregers der Aujeszkyschen Krankheit. Das Landesuntersuchungsamt meldet, dass es dank „intensiver Bemühungen“ bereits vor Jahren gelungen sei, die Krankheit in den Hausschweinebeständen in Deutschland zu tilgen. Jedoch tritt sie bei Wildschweinen noch vereinzelt auf.

Eine Übertragung auf den Menschen ist nicht bekannt, es kommt aber vor, dass sich Jagdhunde infizieren. Hauptinfektionsquelle für Hunde ist die Verfütterung von rohem Schweinefleisch oder der direkte Kontakt zu infizierten Wildschweinen. Dieser ist bei der Jagd zwar nicht immer zu vermeiden, doch sollten Jäger ihre Hunde von erlegtem Schwarzwild fernhalten und keine entnommenen Innereien roh verfüttern.

Infektion mit dem Virus für Hunde tödlich

Für Hunde, einige andere fleischfressende Tiere und für Rinder verläuft eine Infektion mit dem Virus der Aujeszkyschen Krankheit immer tödlich.

Symptome bei Hunden:

Das auffälligste Symptom bei infizierten Hunden ist der intensive Juckreiz am Kopf (Stirn, Lippen, Wangen, Augen und Ohren). Die Symptome treten nach einer Inkubationszeit von zwei bis neun Tagen auf. Mit fortschreitender Erkrankung können Teilnahmslosigkeit, Fieber, Schluckbeschwerden, Atemnot, Bewegungsstörungen und Lähmungserscheinungen hinzukommen.

Der Tod tritt gewöhnlich ein bis drei Tage nach Einsetzen der ersten klinischen Anzeichen ein. Eine Impfung bzw. Therapie gegen die Aujeszkysche Krankheit gibt es für Hunde nicht.

Symptome bei Schweinen:

Die Krankheitssymptome bei Hausschweinen variieren in Abhängigkeit vom Alter der Tiere von zentralnervösen Erscheinungen mit hohen Todesraten bei Jungtieren bis hin zu klinisch unauffälligen Infektionen bei erwachsenen Tieren. Bei Hausschweinen in Freilandhaltung muss unter anderem sichergestellt sein, dass kein direkter oder indirekter Kontakt zu Wildschweinen möglich ist.
Sollte das Virus in einen Bestand eingeschleppt werden, drohen massive wirtschaftliche Schäden.