Illuminale glänzt mit Kultur, Geschichte und viel Licht – 10.000 Menschen sind gekommen

Zur ersten und größten Veranstaltungen seit Ausbruch der Corona-Pandemie in Trier kamen am Freitag und Samstag rund um die Porta Nigra 10.000 begeisterte Menschen.

Florian Blaes/ newstr

Unter dem Motto „Europa. Grenzenlos“ fand am vergangenen Freitag und Samstagabend die 10. Illuminale in Trier auf dem Porta-Nigra Vorplatz, Simeonstiftplatz und dem Brunnenhof statt. Zu dieser ersten und größten Veranstaltungen in diesem Jahr in Trier sind an den beiden Tagen 10.000 vorab angemeldete Besucher gekommen. Erstmalig galt die 2-G Regel für den Einlass.

Kunst verbindet

Neben einem reichlichen Angebot an Essens- und Getränkestände wurde den Besuchern auch viel „Licht“ geboten. Auf dem gesamten Veranstaltungsgelände haben Schüler:innen der Trierer Grundschulen bunte Heißluftballon aufgehangen. Sie symbolisierten die „grenzenlose Freiheit„. Die Kunstgruppe der Tagesförderstätte des Lebenshilfe Trier e. V. fertigt regelmäßig gemeinsam größere Kunstwerke an. In der Corona-Zeit war das leider nicht wie geplant möglich. Aufgrund der Beschränkungen konnten die Künstler:innen nur einzeln an ihren Werken arbeiten. Daraus entstand die Idee, 25 Leinwände zu einem großen Kunstprojekt zusammenfließen zu lassen.
Das Motto: Trotz der Corona-Beschränkungen ist Kunst, die uns alle miteinander verbindet, grenzenlos. Schräg gegenüber gab es  einen bunt gestalteten Lampion-Garten zum Bestaunen. Auf der kleinen Wiese unter den bunten Bäumen konnten groß und klein mit leuchtenden Poi-Bällen spielen. „Ho*pe“ wurde an eine Wand von der Hochschule Trier und Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V gestreamt. Eine Ecke zum Nachdenken.

Auf dem Simeonstiftplatz wurde es musikalisch. Was wäre die Illuminale ohne eine wunderschön klingende und leuchtende Chill-Out-Zone? Erneut ist dafür die Kulturkarawane verantwortlich. Mit EINS. dem Pianisten, Keyboarder und Musikproduzenten Tobias Schmitz, chilliger (DJ-)Musik von Electric Conzertration und einem faszinierenden Lichtkonzept verzauberten die Macher:innen und Künstler:innen der Kulturkarawane den Simeonstiftplatz.

Die Karl- Marx Statue gleich daneben wurde in eine Licht-Schatten Projektion eingetaucht. Die beliebten Stelzenläufer des Stelzentheater Circolo leuchten und funkeln hoch über den Köpfen der Zuschauer durch die Nacht und das mit einer Mission: Groß und Klein zu begeistern. Zweimal am Abend schreiten sie anmutig durch das Publikum und verbreiten ihr Leuchten. Eine interaktive Kunstinstallation rund um das Prinzip der Fortpflanzung.
Der Betrachter findet sich im Brunnenhof als Anziehungsobjekt eines Spermienschwarms wieder. Im Mittelpunkt des simplen Vorgangs der Natur steht der Wettkampf um das Leben, der Angriff und die Aggressivität, mit welcher das Leben wetteifert, um zu überleben und sich zu vermehren.

Das Highlight der Illuminale war natürlich  das Videomapping des Künstlerduos ruestungsschmie.de mit ihrem Sounddesigner SOUNDSELEKTOR und Poesie von AnniKa von Trier entwickelt drei Lesarten der Porta: Historie, Wandel und Zukunft, und ihre jeweilige Rolle im Stadt- und Sozialorganismus Trier: PERSISTENCE³ – der geschichtliche Faktor, PROGRESSION³ – die Komponente des Wandels und PERSPECTIVE³ – der Multiplikator der Zukunft.
Jede halbe Stunde wurde die Porta Nigra in den Fokus von Geschichte und Lichtkunst genommen. Das sorgte dann immer für einen großen Applaus unter den vielen Zuschauern, zu denen auch viele Familien mit Kindern gekommen sind. Es war ein glanzvoller Start der Großveranstaltungen in der Region Trier.

(Info: Bericht enthält Textpassagen des Flyers)