Spritpreise sinken nur leicht – Tanken ist immer noch viel zu teuer

Die Preise für Benzin und Diesel sind in der vergangenen Woche leicht gesunken. Doch im Vergleich zum Rohölpreis sind die Kraftstoffe noch immer viel zu hoch, kritisiert der ADAC.
Die Preise für Benzin und Diesel sind laut ADAC weiterhin "unangemessen hoch". Symbolbild: Unsplash/ Erik Mclean
Die Preise für Benzin und Diesel sind laut ADAC weiterhin "unangemessen hoch". Symbolbild: Unsplash/ Erik Mclean

Im Vergleich zur Vorwoche sind die Preise für Benzin und Diesel etwas billiger geworden. Allerdings spüren Autofahrerinnen und -fahrer an den Zapfsäulen kaum Entlastung. Der Preis für einen Liter Super E10 ist innerhalb einer Woche um 3,2 Cent gesunken und kostet durchschnittlich 2,048 Euro. Der Preis für eine Liter Diesel fiel um 1,9 Cent auf 2,154 Euro. Das zeigt die aktuelle ADAC-Auswertung der bundesweiten Preise für Kraftstoffe.

Preise viel zu hoch

Laut ADAC sind die Kraftstoffpreise damit „weiter unangemessen hoch“. Das zeige sich vor allem bei den Auswertungen der Notierungen für Rohöl der Sorte Brent und des US-Dollars im Vergleich zu den Spritpreisen. „Während Öl und Dollar am 1. und am 29. März auf einem ähnlich hohen Niveau lagen, kostete Benzin am 29. März rund 22 Cent mehr als am Monatsersten. Diesel war sogar fast 40 Cent teurer als vor vier Wochen.“, so der Automobilclub.

Kraftstoffpreise im Wochenvergleich. Foto: ADAC

Branche genauer kontrollieren

Nach eigenen Angaben begrüße der ADAC die Pläne des Bundeswirtschaftsministers Robert Habeck, die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe beim Bundeskartellamt zu stärken. Der Behörde mehr Rechte zur Kontrolle der Preise für Benzin und Diesel eingeräumt werden. Im Kern geht es darum, die Prozesse bei der Herstellung und dem Großhandel mit Kraftstoffen von der Ölförderung bis zur Zapfsäule zu beleuchten, erläutert der Automobilclub. Die intensivierte Beobachtung des Marktgeschehens durch die Markttransparenzstelle könne laut ADAC ein wichtiger Beitrag auf dem Weg zu einer Normalisierung des Preisniveaus sein.

Preise vergleichen und abends tanken

Die Autofahrer:innen sollten weiterhin ihre Möglichkeiten zum Sparen beim Tanken nutzen – etwa indem sie abends tanken und Preise vergleichen. Auswertungen zeigen, dass Benzin und Diesel morgens am meisten kosten, in den Abendstunden am günstigsten sind. Auch zwischen den Markentankstellen können die Preisunterschiede erheblich sein und rund sechs Cent je Liter betragen.

Pressemitteilung ADAC (30.03.2022)