Sternschnuppen-Flut im August: Heute Nacht Höhepunkt der Perseiden

Jedes Jahr im August sind besonders viele Sternschnuppen zu beobachten. Der Meteorstrom der Perseiden bringt uns ein beeindruckendes Schauspiel an den nächtlichen Himmel. Wer in der Dunkelheit gen Himmel blickt, kann bis zu 50 Sternschnuppen in der Stunde sehen.
Die Perseiden erreichen ihren Höhepunkt in der Nacht zu Samstag. Dann sind besonders viele Sternschnuppen zu sehen. Foto: Jacek Halicki, 2014 Meteor, CC BY-SA 4.0
Die Perseiden erreichen ihren Höhepunkt in der Nacht zu Samstag. Dann sind besonders viele Sternschnuppen zu sehen. Foto: Jacek Halicki, 2014 Meteor, CC BY-SA 4.0

Wer eine Sternschnuppe sieht, darf sich etwas wünschen – so will es das ungeschriebene Gesetz. Im August sind besonders viele Sternschnuppen zu sehen. Das liegt an dem Meteorstrom der Perseiden.

Einen Haken gibt es in diesem Jahr allerdings: Am 12. August ist Vollmond – sogar Supermond. Der Erdtrabant ist der Erde dann sehr nah und erscheint besonders groß – und strahlt besonders hell. Weil der Mond den Himmel in diesem Jahr so stark erhellt, sind vermutlich nur die hellsten Sternschnuppen sichtbar. Der Mond erreicht um 03:36 Uhr seine Vollmond-Phase.

Höhepunkt in der Nacht auf Samstag

Die meisten Sternschnuppen sind wohl in der Nacht auf Samstag, 13.08.2022, zu sehen. Gegen 3 Uhr erreichen die Perseiden ihren theoretischen Höhepunkt. „Ein einzelner Beobachter nimmt normalerweise etwa 30 bis 50 Meteore pro Stunde wahr, durch den vom Mond aufgehellten Himmel wird man dieses Jahr nur die hellsten Exemplare davon erhaschen können.“, erklärt Sven Melchert von der Vereinigung der Sternfreunde.

Tipps, um möglichst viele Sternschnuppen zu sehen:

Um das Spektakel beobachten zu können, ist ein möglichst dunkler Platz die beste Voraussetzung – fernab von störenden Lichtquellen. Wer in der Stadt wohnt, sollte beispielsweise auf Land fahren und auch dort möglichst abseits von Ortschaften bleiben. Auch das Handy sollte in der Tasche bleiben, damit die Augen sich an die Dunkelheit gewöhnen können. Dann sollte der Blick nach Osten gerichtet werden. Dort steht das Sternbild Perseus, nach dem diese Sternschnuppen benannt wurden.

Was sind die Perseiden?

Die Perseiden kommen scheinbar aus dem Sternbild Perseus. Geolino erklärt das Phänomen kinderleicht: Die Perseiden sind ein Meteorstrom, also eine Häufung von Sternschnuppen. Wenn die Erde auf ihrer Reise um die Sonne im August die Bahn des Kometen „Swift-Tuttle“ kreuzt, durchquert der blaue Planet auch die von ihm zurückgelassenen Staubteilchen. Auf seiner eigenen  Bahn hinterlässt der Komet eine „Spur aus kosmischen Bröseln“. Diese Staubteilchen treffen auf unsere Erdatmosphäre wie „Regentropfen, die auf eine Autoscheibe prasseln. Dabei verglühen sie in 100 bis 80 Kilometern Höhe zu wunderschönen Leuchtspuren – die wir als Sternschnuppen kennen.

Wie wird „Perseiden“ ausgesprochen?

Die richtige Aussprache liefert der SWR in seinem Beitrag: „Richtig ist die Aussprache Per-se-i-den und nicht Per-sei-den.“, erklärt der Sender.

Webseite Vereinigung der Sternfreunde, Webseite Geolino, Beitrag SWR (09.08.2022)