Winterwetter: Drei mögliche Schneefronten – Wintersportbedingungen in der Region Trier

Es ist wieder kalt geworden in der Region Trier und darüber hinaus. Örtlich ist Schnee gefallen. Aber wie geht es mit Schnee weiter?
(c) Florian Blaes
(c) Florian Blaes

Wir erinnern uns noch an den eisigen Dezember 2022. Über drei Wochen hatten wir Dauerfrost und viel Sonnenschein. Der Schnee blieb aber aus. Nun ist es wieder kalt geworden. Mitten im Januar ist das auch so zu erwarten. Doch die meisten haben nach wie vor noch keinen Schnee bekommen. Zwar zogen zwei kleine Schneefallgebiete Anfang der Woche über Rheinland-Pfalz, aber nur punktuell wurde es so weiß, sodass der Schnee liegen geblieben ist.

Vor allem rund um Erbeskopf fielen und liegen an die 10 Zentimeter Schnee. Auch rund um Forsthaus-Schneifel liegen um die 10 Zentimeter Schnee. Sonst gibt es derzeit nur oberhalb von etwa 500 Meter mal zwei bis fünf Zentimeter Schnee, das war es dann auch schon. Es gibt bis zum Ende des Wochenendes drei nennenswerte Schneefronten, die wir uns jetzt anschauen:

Schneefront 1 am heutigen Donnerstag

Schneeliebhaberinnen und -liebhaber sowie Kinder wünschen sich schon seit Tagen und Wochen endlich Schnee. Doch er kommt einfach nicht. Ganz aktuell am Donnerstagmorgen, 19.01.2023: Die Wettermodelle haben ein Schneefallgebiet von Nordrhein-Westfalen prognostiziert. Auch die Verantwortlichen auf dem Erbeskopf haben auf diesen Schnee gehofft.

Wer aktuell (10 Uhr) auf das Radar schaut, wird merken, dass diese Schneefront da ist, aber sie zieht fast komplett an unserer Region vorbei. Lediglich die äußerste Eifel bei Daun und der äußerste Hunsrück bei Simmern wird noch von der Front erfasst. Ursprünglich war das Tief weiter südlicher, also auch über der Region, vorhergesagt.

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Knapp an uns vorbei gezogen

Schneefront 2 am Freitagabend

Dann zeigen die Wettermodelle ein zweites, größeres Schneefallgebiet. Es soll am Freitagabend, 20.01.2023, von BeNeLux auch auf unsere komplette Region übergreifen. Das Modell zeigt die Laufbahn deutlich südlicher und somit würde es weite Teile von Rheinland-Pfalz und Saarland erfassen.

Hier können in den Hochlagen wieder um die 10 Zentimeter Schnee zusammen kommen. Aber auch unten an der Mosel würde es weiß werden, da es kalt genug ist. Wenn uns diese Front erreicht, hätten Schneebegeisterte und Kinder ein schönes Wochenende im Schnee.

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Würde genau über unsere Region ziehen

Schneefront 3 am Sonntag

Nach der zweiten möglichen Front würden noch einzelne kleine Schneeschauer hinwegziehen und der Samstag, 21.01.2023, würde recht freundlich mit Sonne werden. Dann gibt es noch eine Schneefront 3 am Sonntag. Das ist eine mächtige Front mit sehr viel Schnee. Die Zugrichtung wird sich bis Sonntag geändert haben und die Tiefs kommen von Osten (Polen) her nach Deutschland gezogen mit kalter Luft. Demnach würde eine kleine „Schneebombe“ nach Deutschland ziehen.

Im Osten und Südosten kommt auf jeden Fall einiges an Schnee zusammen. Die Front ist sehr lang gezogen und breit und zieht nur langsam. Jetzt sind sich die Modelle aber noch sehr uneinig: Wird diese Front auch den Westen Deutschlands und somit unsere Region erreichen? Es gibt drei führende Wettermodelle und zwei sagen ja, eines nein. Kommt diese Front hätten wir am Montagmorgen eine durchaus sehenswerte Schneedecke.

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Das wäre die Front, welche von Osten über Deutschland zieht

Mögliche Schneehöhen

Es gibt, wie oben angesprochen, drei führende Wettermodelle: Das deutsche ICON, das amerikanische GFS und das europäische ECMWF. Das Deutsche sieht in der Nacht zu Montag um 0 Uhr nur eine schwache Schneedecke. Die beiden anderen Modelle hauen richtig rein. Nachfolgend die drei Modelle zum Vergleich, wer wie viel Schnee bis Montagnacht berechnet. Es bleibt für Winterfreunde spannend.

(c) wxcharts.com Das Amerikanische Modell sieht einiges an Schnee

(c) wxcharts.com Das Deutsche sieht sehr wenig Schnee

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Das Europäische Modell sieht sehr viel Schnee

Wie sieht es mit Wintersport aus?

Die Schneefreunde wollen endlich auf ihre Ski und mit dem Lift am Erbeskopf hoch und dann den Schnee genießen. Doch werden die Skilifte am Wochenende laufen? Das haben wir die VG-Bürgermeisterin Vera Höfner gefragt: „Aktuell freuen wir uns über die schöne Winterlandschaft am Erbeskopf, die zum Verweilen einlädt. Die Vorbereitungen für einen etwaigen Wintersport laufen. Sollte die Witterung es zulassen (ausreichend Naturschnee und eine stabiler Frostzeitraum) werden wir den Liftbetrieb starten.“ Ob das nun bedeutet, dass die Schneekanonen noch Unterstützung bringen, ist nicht ganz deutlich.

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Am Schwarzen Mann bei Prüm gibt es hingegen keine Schneekanonen. Hier hoffen die Betreiber weiterhin auf Schnee zum Wochenende, sodass der Skilift in Betrieb gehen kann. Bislang liegen dort 10 Zentimeter Schnee, was aktuell noch zu wenig ist.

In der Wolfsschlucht bei Prüm liegt ebenfalls zu wenig Schnee. Schneekanonen will man dort nur in den Betrieb nehmen, wenn es vorauszusehen ist, dass kaltes Winterwetter mindestens zwei Wochen bleibt. Die Skilifte seien einsatzbereit. Jedoch für Kinder will man die Schlittenpiste 200 Meter lang mit einer Schneekanone präparieren, dass sie ihren Spaß haben können. Dazu ist die Winterhütte am Samstag, 21., und Sonntag, 22. Februar ab 11 Uhr geöffnet. Dort kann man auch Essen und Trinken.

Jetzt heißt es für die Wintersportfreunde, Schneebegeisterten und Kinder „Daumen drücken“, dass auch genug Schnee vom Himmel fällt. Am heutigen Donnertag bleibt es noch abzuwarten, ob und wie viel Schnee dann tatsächlich gefallen ist.

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