Geldautomat in Trier mit Gas gesprengt, Polizei fahndet nach flüchtigem Fahrzeug

0
4713

Trier. Nach den bisherigen Ermittlungen haben die Täter um 3.56 Uhr den Geldautomaten im Eingangsbereich des EDEKA-Marktes in der Straße „Über Brücken“ gesprengt und sind dann mit einem silberfarbenen Fahrzeug geflüchtet.
Ein Sprecher der Bank1Saar mit Sitz in Saarbrücken erklärte vor Ort, dass alle Automaten des Unternehmens ein System benutzen, dass eingeführtes Gas neutralisiert. Hier müssen die Täter wohl längere Zeit Gas eingeführt haben, sodass der obere Bereich des Automaten anfing zu brennen und aus der Verankerung gerissen wurde. Aber das Geld blieb geschützt und die Täter hatten keine Chance an das Geld zu gelangen.
Nach ersten Erkenntnissen haben die Täter kein Geld erbeuten können. Sie richteten jedoch großen Schaden an. Derzeit liegen nach ersten Einschätzungen die Schäden am Automaten und Eingangstüren bei etwa 20.000 Euro bis 30.000 Euro. Der Eingangsbereich wurde stark beschädigt, Türrahmen aus der Verankerung gerissen.
Die Berufsfeuerwehr war seit dem eingegangenen Alarm ebenfalls vor Ort, um einen Brandschutz sicher zu stellen, wegen möglicher Gas Reste. Mit Messgeräten wurde der Automat überprüft.
Einer zufällig in der Nähe befindlichen Streife der Polizeiinspektion Trier kam das Fluchtfahrzeug mit hoher Geschwindigkeit entgegen. Beim Fluchtfahrzeug stand der Kofferraum offen.
Die Flucht dürfte über die Kölner und Bitburger Straße Richtung Autobahn gegangen sein. Das Fahrzeug wurde gegen 4 Uhr auf der A 64 Richtung Luxemburg gesehen. Unterwegs haben die Täter mehrere Gegenstände verloren, darunter eine Gasflasche.
Das Einkaufszentrum hat um kurz nach 8 Uhr für seine Kunden den Notausgang geöffnet, sodass der Betrieb unbeeinträchtigt geführt werden kann. Bis 8 Uhr war das Gebiet durch die Polizei weiträumig abgesperrt worden. Die Kriminalpolizei und Spurensicherung hatten in der Nacht ihre Arbeit aufgenommen.
Der Fall in Trier ist die 14. Sprengung eines Geldautomaten in Rheinland-Pfalz im Jahr 2019. Im Vorjahr wurden insgesamt 26 Fälle registriert. Die Taten werden hauptsächlich von gut organisierten und professionell agierenden Gruppen aus dem Ausland begangen.
Die Polizei fragt:
Wer kann Angaben zu den Tätern und/oder dem Fluchtfahrzeug machen? Wo ist das Fluchtfahrzeug noch aufgefallen? Wer hat auf dem Fluchtweg Gegenstände gesehen, die mit der Tat in Verbindung stehen können?
Sachdienliche Hinweise werden erbeten an die Kripo Trier, Telefon 0651/97792152

(Blaes)