Großalarm auf A1: Massenkarambolage mit 20 Fahrzeugen, über 120 Einsatzkräfte, 4 Stunden Vollsperrung, 4 Verletzte

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Hasborn. Es ist 17:25 Uhr am Samstagnachmittag als über die VG Wittlich- Land ein starker Graupelschauer nieder geht. Innerhalb kurzer Zeit sind die Straßen weiß mit Hagelkörnern überdeckt. Bei um die 2 Grad bildet sich ein gefährlicher Eisteppich. Und genau dieser wird vielen Verkehrsteilnehmern auf der BAB 1 Höhe der Anschlussstelle Hasborn zum Verhängnis. In einer Kettenreaktion rutschen Autos und ein LKW ineinander. Am Ende sind es 19 Autos und ein Lastwagen die über mehrere hundert Meter zusammenprallen. Es herrscht Chaos auf der Autobahn. Während in Fahrtrichtung Trier der Verkehr normal weiterläuft, geht in Fahrtrichtung Koblenz nichts mehr. Der Verkehr kommt komplett zum Erliegen.
Es braucht nicht lange bis die ersten Rettungsfahrzeuge an der Einsatzstelle eingetroffen sind. Unter dem Stichwort „VU Groß“ wird eine große Anzahl an Rettungsfahrzeugen über die Leitstelle Trier alarmiert. Nachdem der Einsatzleiter sich ein Bild von der Lage gemacht hatte, wurden auch die Schnellen Einsatzgruppen des Rettungsdienstes (SEG) des Landkreises Bernkastel- Wittlich hinzugerufen. Notärzte sichten vor Ort die Betroffenen Menschen und stufen sie nach der Schwere ihrer Verletzungen ein. Am Ende kann man von Glück sprechen, dass nur vier Menschen ernsthaft verletzt werden, Diese kommen in umliegende Krankenhäuser. Insgesamt waren aber 29 Menschen und ein Hund in den Massenunfall verwickelt. Diese mussten bei den kalten Temperaturen zunächst vor Ort durch die SEG Betreuung betreut werden. Die Rettungskräfte verteilten Warmhaltedecken. Auf der Autobahn wurden Zelte zur Betreuung aufgebaut. Die SEG Transport rückte mit zahlreichen Rettungs- und Krankenwagen, aber auch Mannschaftstransportwagen an und brachte nach und die Betroffenen zu einer Sammelstelle ans Feuerwehrgerätehaus nach Hasborn. Dort wurde auch ein Bereitstellungsraum für sämtliche Rettungsmittel eingerichtet.
Während der Rettungsdienst mit den involvierten Verkehrsteilnehmern beschäftigt war, kümmerte sich die Feuerwehr derweil um das ausleuchten der Einsatzstelle. Hierbei wurden einige große Strahler in Stellung gebracht. Zudem wurde der Brandschutz sichergestellt und Batterien abgeklemmt. Auslaufende Betriebsmittel wurden abgestreut.
Viele Fahrzeuge wurden teils erheblich beschädigt und mussten von einer großen Anzahl an Abschlepper abgeschleppt werden. Das brachte neben der Rettungsarbeiten einige Stunden an Zeit. Im mehrere Kilometer langem Rückstau kam es dann abernmals zu einem Auffahrunfall von zwei PKW. Schließlich wurde die A1 ab der Anschlussstelle Wittlich gesperrt, der Stau mit Hilfe der Polizei aufgelöst. Gegen 21:30 Uhr, mehr als vier Stunden nach dem Unfall konnte die BAB 1 wieder freigegeben werden. Der Landesbetrieb für Mobilität hatte großzügige Reinigungsarbeiten vorgenommen. Es entstand ein Sachschaden von mehr als 200.000 Euro.
Im Einsatz waren mehr als 120 Kräfte von Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ), Wehrleitung (WL) und Kreisfeuerwehrinspekteur (KFI) des Landkreises. Weiterhin die Feuerwehren aus Wittlich- Stadt, WILL- Wengerohr/ Bombogen, Laufeld und Manderscheid. Der Regel Rettungsdienst mit Notarzt. Zudem der Leitende Notarzt (LNA), Organisatorische Leiter (OrgL), das DRK Ortsverein Wittlich, Manderscheid, Bernkastel, Morbach. Die Malteser Wittlich und Piesport. Die SEG Führung, Transport und Betreuung. Die Polizei aus Wittlich, Daun und Autobahnpolizei Schweich. Der LBM Wittlich und Abschleppunternehmen.

(Blaes)