Großbrand bei Euro-Composites in Echternach: Zeitweise 150 Kräfte im Einsatz, kilometerweite Rauchsäule, keine Verletzten

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Feuerwehr Luxemburg
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Echternach.  Am Dienstagnachmittag kam es gegen 12:15 Uhr zu einem Großbrand in einer Lagerhalle für Phenolharze auf dem Gelände der Euro-Composites in Echternach.
Laut Mitarbeiter und Augenzeugen gab es wohl eine laute Explosion in der Halle, was uns auch der Sprecher der Firma Horst Willkomm bestätigte. „Wir wissen aber noch nicht, was die Ursache für den Brandausbruch ist, da man noch nicht an den Brandherd herangekommen ist“ so Willkomm.
Meterhohe Flammen schlagen zur Mittagszeit in den Himmel und noch gewaltiger ist die schwarze Rauchsäule, die in Richtung Deutschland zieht. Um 13:30 Uhr hat schließlich die Leistelle Trier über die Warnapps Nina und Watwarn eine Warnung für den Landkreis Trier- Saarbrug herausgegeben. „Fenster und Türen geschlossen halten und Klimaanlagen abstellen“ so lautete unter anderem die Warnung.
Unterdessen wurden die 250 Mitarbeiter, die gerade ihre Schicht hatten, evakuiert. „Die Mitarbeiter versammelten sich auf dem Parkplatz und hier konnte man erleichtert feststellen, dass alle da sind und niemand verletzt ist“ freut sich Horst Willkomm.
Mit zwei Drehleiter wird das Feuer in einem massivem Löschangriff bekämpft. Zahlreiche Löschtrupps kommen ebenfalls von außen zum Einsatz. Derweil ist während der Löscharbeiten das Hallendach eingestürzt. Seit 15.30 Uhr ist das Feuer unter Kontrolle. „Wir konnten verhindern, dass das Feuer sich in der Halle horizontal oder vertikal ausbreitet“, sagt Cédric Gantzer von der Feuerwehrleitstelle. Zahlreiche Feuerwehrkräfte aus Deutschland sind ebenfalls im Einsatz. Sie führen unter anderem neben den Löscharbeiten auch Messungen in der angrenzenden Region durch, ob sich Schadstoffe in der Luft befinden. Hier kann aber auch ebenfalls vorsichtig gegen 15:30 Uhr Entwarnung gegeben werden. „Wir warten aber das Ende des Einsatzes ab, bevor wir die Warnungen in Luxemburg und Deutschland aufheben, da wir nicht ausschließen können, dass noch etwas passiert“, erklärt Gantzer.
Aus Luft werden Video- und Fotoaufnahmen für die Einsatzleitung mit drei Drohnen der Feuerwehr gemacht. So konnten die Kräfte genau den Brandherd lokalisieren und löschen. Nach und nach wurde im Verlauf des späten Nachmittags der Rauch weniger. Dennoch rechnet die Feuerwehr mit einem Einsatz, der bis zum Mittwoch andauern wird.
Ein weiteres Problem stellte der massive Einsatz von Löschschaum dar. Um das Feuer gänzlich ersticken zu können, kommen große Mengen Schaum zum Einsatz. So erklärt der Kreisfeuerwehrinspekteur des Landkreises Bitburg- Prüm „Wir müssen vorsichtshalber Ölsperren auf der Sauer auslegen, falls der Löschschaum in die Gewässer fließen sollte.“ Auch die zuständigen Wasserbehörden wurden zur Einsatzstelle gerufen.
Neben den zahlreichen Kräften der Feuerwehren aus Luxemburg, unter anderem der Berufsfeuerwehr der Hauptstadt, waren Kräfte auch Kräfte aus Deutschland im Einsatz.

Im Einsatz auf deutscher Seite waren unter anderem die Feuerwehr Irrel, Minden, Ferschweiler, Freiwillige Feuerwehr Schweich, Freiwillige Feuerwehr Sirzenich, Niederweis. Weiterhin der Gefahrstoffzug des Eifelkreises Bitburg-Prüm stationiert bei der Feuerwehr Waxweiler, Feuerwehr Bitburg, Feuerwehr Kyllburg und Feuerwehr Prüm. und Teileinheiten des Gefahrstoffzuges Trier-Saarburg, darunter der CBRN-Erkunder stationiert bei der Freiwillige Feuerwehr Freudenburg und der ELW 1 stationiert bei der Feuerwehr Kasel, sowie der CBRN-Erkunder der Berufsfeuerwehr Trier. Im Einsatz war auch das THW Ortsverband Bitburg, und das DRK Ortsverein Bitburg e. V.

(Blaes)