Andreas Sommer/ newstr (13)

„Das ist schon etwas sehr besonderes, wenn ein Mensch den Mut hat, so etwas zu tun“. Mit diesen Worten umschrieb Achim Haag, Präsident der DLRG, das, was Ende letzten Jahres ein Polizist aus Schweich im Rahmen eines Rettungseinsatzes geleistet hat. Es war die Nacht zum 2. November letzten Jahres als eine Polizeistreife aus Schweich in Höhe der Schiffsanlegestelle in Mehring zunächst ein „Platschen“ und dann leise Hilferufe wahrnahm. Micheal Teusch war damals im Streifenwagen, der nach einem Mann gefahndet hatte, weil dieser zuvor in einer Gaststätte angetrunken aufgefallen, aber nicht zu Hause angekommen war.

Kurzerhand entschloss sich der 44jährige Polizist damals in voller Montur und Kleidung in die Mosel zu springen und den Mann vor dem Ertrinken zu retten.

„Ich habe mir damals überhaupt keine Gedanken gemacht, wie gefährlich das sein kann, bei solch niedrigen Temperaturen in die Mosel zu springen. Das kam alles erst sehr viel später. Im Vordergrund stand einfach, ein Menschenleben zu retten“, so der 44jährige Polizeibeamte aus Schweich.

Für seinen selbstlosen Einsatz wurde er nun vom Präsidenten der DLRG- Bundesverbandes im Rahmen einer kleinen Feierstunde in Schweich ausgezeichnet, an der u.a. neben dem Präsident des DLRG Bundesverbandes auch der Vizepräsident der DLRG
Landesverbandes sowie der Leiter der Polizei-Inspektion Schweich teilnahmen.

Rund 300 Menschen ertrinken jährlich in Deutschlands Flüssen und Seen. Einen der Hauptgründe sieht DLRG Präsident Achim Haag darin, das immer weniger Menschen das Schwimmen überhaupt erlernen. „Etwas was für uns im Kindesalter noch selbstverständlich war, nämlich Schwimmen zu lernen, ist heute leider keine Selbstverständlichkeit mehr“, beklagt Achim Haag.