Große Vermisstensuche auf Mosel: Junger Mann versucht Mosel zu durchschwimmen und geht unter

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Trier. Am Sonntagabend um 17:36 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem „Wasserrettungseinsatz“ unmittelbar gegenüber der Hauptwache der Berufsfeuerwehr auf die Mosel alarmiert. „Zwei junge Männer aus dem Stadtgebiet wollten die Mosel von der Stadtseite auf die andere Westseite der Mosel durchschwimmen. Etwa auf der Hälfte der Mosel verschwand plötzlich der Junge Mann und tauchte nicht mehr auf“, so Michael Schmitz der Pressesprecher der Stadt Trier.
Umgehend begannen die Suchmaßnahmen mit dem Rettungsboot „St. Barbara“ der Berufsfeuerwehr auf der Mosel und weitere Kräfte von Feuerwehr und Polizei durchkämmten die Uferbereiche von Römerbrücke bis Moselauen auf beiden Seiten. Im weiteren Verlauf wurde das größere Rettungsboot „St. Petrus“, welches auf der Wache II in Ehrang positioniert ist, fertig gemacht und zu Wasser gelassen. Zeitgleich trafen immer mehr Taucher der Wasserrettungseinheit der Berufsfeuerwehr ein. Während die Taucher auf der Mosel den Vermissten suchten, war der Rettungshubschrauber Christoph 10, der zufällig einen Einsatz in Trier beendet hatte, zur Mithilfe alarmiert worden. Aus der Luft wurde der Mann schließlich auch gesucht. „Eine Wärmebildkamera kam jedoch nicht zu Einsatz, da die Mosel eine zu hohe Temperatur hat, es würde nichts bringen“, so Schmitz. Der Hubschrauber kreiste etwa zwei Stunden über der Mosel, bevor er abbrechen musste zum tanken. Sofort rückte der Rettungshubschrauber der Air Rescue aus Luxemburg an und unterstütze die Suche abermals bis zum Einbruch der Dunkelheit.
Am späten Abend trafen weitere Taucher des Zivilschutzes aus Luxemburg und der Feuerwehr Bitburg ein. Insgesamt waren neun Taucher auf der Mosel im Einsatz. Systematisch wurden die Mosel und der Grund abgesucht.
Derzeit liegt der Pegel der Mosel in Trier bei 2,17 Meter. Somit führt der Fluss durch die lange Trockenheit und dem hei0en Wetter leichtes Niedrigwasser. Das lockt die Menschen an Seen, Weiher und Flüsse. „Das Schwimmen in der Mosel ist generell nicht verboten, dennoch rate ich dazu ab“, so der Pressesprecher der Stadt Trier. In diesem Fall war wohl eine kleine Gruppe an die Mosel gekommen, um den heißen Sommertag dort zu verbringen, bis die Tragödie ihren Lauf nahm. Notfallseelsorger aus der Stadt betreuten die Angehörigen vor Ort, darunter ein Kleinkind, das mit an der Mosel war.
Gegen 21 Uhr kam ein drittes Boot, des THW zur Unglückstelle und suchte die Mosel flussabwärts mit einem Sonargerät ab. Nach zwei Stunden stellte dieses die Suche wegen der Dunkelheit ein. Die Taucher waren bis weit in die Nacht im Einsatz um den Vermissten zu finden. Die Wasserschutzpolizei und die Polizei der Stadt sperrten die Uferbereiche weiträumig ab. Bis zum späten Abend kamen immer mehr Menschen hofften und bangten, dass die Einsatzkräfte den jungen Mann finden würden. Über den Pressesprecher Michale Schmitz wurden den ganzen Abend der Oberbürgermeister Wolfram Leibe und die Bürgermeisterin Elvira Garbes über den Stand der Dinge informiert.
Die Suche wurde gegen 23:30 Uhr ergebnislos abgebrochen, der Mann wurde nicht gefunden. Am frühen Montagmorgen soll die Suche fortgesetzt werden.
Im Einsatz waren etwa 60 Kräfte der Berufsfeuerwehr Trier Wache 1 und 2, sowie der Führungsdienst der BF. Taucher der Berufsfeuerwehr Trier, aus Luxemburg und Bitburg. Das THW Trier und die Malteser Trier. Weiterhin ein Rettungswagen der BF, der Malteser Welschbillig und des DRK Konz. Der Notarzt Trier und die Hubschrauber Christoph 10 und Air Rescue Luxemburg. Zudem die Polizei und Wasserschutzpolizei Trier. Die Hauptwache wurde während des Einsatzes durch den Löschzug Olewig besetzt.

(Blaes)