(c) Florian Blaes (29)

Am späten Dienstagabend (10.08.2021) gegen 22:10 Uhr wurde die Feuerwehr zu einer gemeldeten Rauchentwicklung aus einem Wald nahe der B 268 bei Niedermennig alarmiert. Als die ersten Einsatzkräfte nach längerem Suchen den Feuerschein gefunden hatte, stand fest, dass es ein Großbrand ist. Umgehend wurde Großalarm ausgelöst.

Großbrand im Schuppen

Auf einer Wiesenfläche mitten im Wald stand ein großer Schuppen, nach Auskunft des betroffenen Landwirtes, mit einer Größe von 25 x 12 Meter in Vollbrand. Darin befanden sich laut dem Landwirt 400 Heuballen, frisch gepresst Mitte Juli und mehrere landwirtschaftliche Maschinen.

Als die Verstärkung eingetroffen war, wurde zunächst die B 268 für den Verkehr komplett gesperrt. Der Brand war 200 Meter im Wald unmittelbar hinter dem Parkplatz an der Bundesstraße bei Niedermennig. Das war die kürzeste Entfernung, um eine Wasserversorgung aufzubauen.
Das Problem: Es musste eine tiefe Böschung und darin ein alter Graben mitten durch dichtes Geäst überwunden werden. Hierzu wurde eine Schneise geschnitten und mit Seilen einen sicheren Weg für die Einsatzkräfte geschaffen.

Kein Wasser vor Ort

Dann gab es das zweite Problem: Es gab an Ort und Stelle kein Wasser. So musste ein Pendelverkehr mit wasserführenden Fahrzeugen errichtet werden. So gab es gleich den nächsten Großalarm für den Löschzug Wassertransport Süd des Landkreises Trier- Saarburg. Zur Unterstützung der vielen ankommenden Einheiten wurde die technische Einsatzleitung (TEL) ebenfalls hinzugerufen.

Um eine konstante Wasserversorgung aufrecht erhalten zu können, wurde neben der Bundesstraße ein sog. Wassersack mit einer großen Füllmenge aufgebaut. So konnte über die 250 Meter lange Schlauchleitung und über den Wassersack immer ohne Unterbrechung das Wasser zur Einsatzstelle befördert werden. Die wasserführenden Fahrzeuge richteten einen Pendelverkehr ein und fuhren über mehrere Stunden hinweg zu einem Hydranten in Pellingen laden.

Unterdessen wurde die große Einsatzleitung auf der Bundesstraße errichtet und der Einsatz von dort aus koordiniert. Auch die Coptereinheit des Landkreises kam zum Einsatz mit ihrer Drohne. Für die Einsatzkräfte wurde eine Verpflegungsstelle ebenfalls auf der Bundesstraße aufgebaut.

Einsatz des Technischen Hilfswerks

Nachdem das Feuer von außen so weit gelöscht war, kam das technische Hilfswerk (THW) mit einem großen Radlader zum Einsatz. Neben dem Brandherd wurde eine große Wiese großflächig ausgeleuchtet. Dort wurde dann das Brandgut mit dem Radlader abgekippt unter Atemschutz vollständig abgelöscht. Der Schuppen brannte vollständig nieder. Die Polizei schätzt den Schaden auf etwa 25.000 Euro. Allein eine Rundballe, die in Kürze verkauft werden sollten, hat einen Verkaufswert von 40 Euro. Wie es zudem Brand kommen konnte, ist derzeit unklar. Die Kriminalpolizei wird hierzu die Ermittlungen aufnehmen.

Der Einsatz dauert derweil an. Die Bundesstraße ist gesperrt.

Im Einsatz war die Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) Konz, der Einsatzleitwagen (ELW) Konz, die Führungsstaffel der VG Konz und die Wehrleitung VG Konz, die technische Einsatzleitung (TEL) des Landkreises. Der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) und der stellv. BKI des Landkreises. Die Ortswehren, die wasserführenden Fahrzeuge, die Schlauchwagen, die Leuchtkomponenten und Löschzug Wassertransport Süd des Landkreises Trier-Saarburg. Im Einzelnen: Feuerwehren aus Niedermennig, Krettnach, Kommlingen, Oberemnel, Pellingen, Konz, Saarburg, Tawern, Wincheringen, Wiltingen,  Nittel, Pluwig- Gusterath, Schöndorf, Kell am See, Schillingen (Coptereinheit), Morscheid, Kordel, Osburg und Udelfangen und Berufsfeuerwehr Trier. Weiterhin das THW Saarburg, das DRK OV Konz, der Organisatorische Leiter (OrgL), die Polizei Saarburg und Trier und der LBM Hermeskeil mit rund 120 Einsatzkräften.

(Keine Gewähr bei Einsatzkräften. Es kann sein, dass ich welche vergessen habe)