Andreas Sommer( newstr (13)

Wie die Stadt mitteilt, kommt es seit der Mittagszeit zu einem Großeinsatz in Trier- Ehrang. Im Nachgang zum Hochwasser in Ehrang wurde am Sonntag eine massiv verschlecherte Statik eines Hauses in der Niederstraße festgestellt. Die Decken hingen durch und waren einsturzgefährdet, ebenso die Giebelwand, die zur Straße hin steht. Das Haus besteht aus zwei Vollgeschossen aus alten Sandsteinwänden sowie Holzbalkendecken.

Die Berufsfeuerwehr ist seit 12 Uhr mit zehn Einsatzkräften der Wachen 1 und 2, einem Einsatzleitwagen und einem Abrollbehälter Bau vor Ort und sichert sowohl das Gebäude als auch den Straßenraum, der von der Straßenverkehrsbehörde gesperrt wurde. Insgesamt 45 Personen des Technischen Hilfswerks aus Trier, Wittlich und Hermeskeil sind im Einsatz, um das Haus innen und außen abzustützen. Die Firma Steil hat mit einem Kran die Errichtung eines Holzverbaus unterstützt. Die Stadtwerke Trier klemmten das Haus vom Strom- und Gasnetz ab.

Die Familie, die das Haus bewohnte, wurde evakuiert und hat für diese Nacht bereits eine Bleibe gefunden. Ein Baustatiker der Stadtverwaltung sprach nach einer Untersuchung vor Ort eine sogenannte Nutzungsuntersagung aus, stellte somit eine akute Einsturzgefahr fest. Zum jetzigen Zeitpunkt gehen die Fachleute von einer Unterspülung des Fundaments aus. Bei einer früheren Begutachtung des Hauses nach dem Hochwasser war noch keine akute Gefahr festgestellt worden. Wie mehrfach durch die Stadt kommuniziert, ist es möglich, dass Häuser erst einige Zeit nach dem Hochwasser absacken. Sie appelliert daher an alle Bewohnerinnen und Bewohner im Überflutungsgebiet, ihre Häuser weiter zu beobachten.

Wenn Hausbesitzer oder -bewohner Risse in den Wänden beobachten und eine akute Gefahr befürchten, sollten sie das betroffene Gebäude nicht betreten und die Feuerwehr informieren. Diese veranlasst bei der Bauaufsicht eine schnelle Vor-Ort-Prüfung. Wenn Eigentümer lediglich allgemeine Auskünfte zu ihren Häusern möchten, bzw. sichergehen möchten, dass alles in Ordnung ist, auch wenn keine Schäden derzeit sichtbar sind, sollten sie direkt einen Statiker beauftragen. Adressen dazu gibt es bei der Ingenieurkammer.

(Quelle: Stadt Trier)