Großeinsatz in Trier- Saarburg: Schwerer Überflutungen, vollgelaufene Keller, 550 Einsatzkräfte- Schwerpunkte in Aach, Oberemmel und Trier

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Aach/ Oberemmel/ Trier. Über die Region Trier sind am Montagabend langanhaltende Regenfälle hinweg gezogen. Um 22:40 Uhr war es dann soweit. Durch den enormen Dauerregen der Nacht und der letzten Tage, konnten viele Bäche das Wasser nicht mehr aufnehmen und es kam zum Teil zu schweren Überflutungen. Über die ganze hindurch waren mehr als 550 Einsatzkräfte im Landkreis Trier- Saarburg und der Stadt im Dauereinsatz. Im Verlauf der Nacht wurde zur Koordinierung und Unterstützung der Leitstelle Trier und der feuerwehreinsatzzentralen (FEZ) die technische Einsatzleitung (TEL) alarmiert. Diese baute ihren Stützpunkt am Feuerwehr Gerätehaus in Konz auf. Es gab drei Schwerpunkte während der Unwetter in Aach, Oberemmel und der Stadt Trier. Darüber hinaus mussten in allen Verbandsgemeinden des Landkreises Trier- Saarburg viele Feuerwehren ausrücken, um Keller leer zu pumpen und wegen überfluteten Straßen. Im Laufe des frühen Morgens hatte der Regen nachgelassen und die Einsatzintensität wurde weniger. Wir schauen auf die drei, am schlimmsten, betroffenen Orte:

Aach- Der 1100 Einwohnerort in der VG Trier- Land hat es mitunter am schlimmsten betroffen. Hier war am späten Abend kein rein- und rauskommen mehr möglich. Der Aacherbach und der Klinkbach sind über ihre Ufer getreten und wie ein reißender Strom durch den Ort geflossen. Hierbei wurden viele Häuser, Keller und Garagen überschwemmt. Besonders betroffen war die Triererstraße, Brunnenstraße und Beßlicherstraße. Durch den großen Druck der Wassermassen wurden parkende Autos verschoben. Die betroffenen Menschen haben ihr Hab und Gut in Sicherheit gebracht. Die Feuerwehr brachte im Eiltempo hunderte Sandsäcke bei und befüllte diese. Hier wurde auch der Sand des örtlichen Spielplatzes benutzt. Mit Brettern versuchte man Herr der Lage zu werden, doch das Wasser war stärker und bahnte sich seinen Weg durch die Ortslage. In einem großen Kräfteaufgebot versuchten die Feuerwehren alles Mögliche, um Hab und Gut der Bewohner zu schützen. Im Akkord wurden Häuser und Keller leer gepumpt. Die Schäden sind groß, immerhin wurde niemand verletzt.

Trier- Gleiches Bild in Trier- Zewen. Hier ist der Zewener Bach über die Ufer getreten und hat die Kordelerstraße und Kirchenstraße überflutet. Auch hier wurden zahlreiche Häuser mit Sandsäcken geschützt und Barrieren gebaut. Zeitgleich kam in der Krahnenstraße zu einem enormen Wassereinbruch auf einem großen Parkplatz und den dem umliegenden Häusern. Die Wassermassen konnten durch die Kanalisation nicht mehr aufgenommen werden und drückten sich so nach oben. Binnen Sekunden stand ein Parkplatz mit vielen geparkten Autos Zentimeterhoch unter Wasser. Zudem lief das Wasser in die Keller vieler Häuser. Mit mehreren Pumpen und langen Leitungen wurde das Wasser über das Krahnenufer in die Mosel geleitet und abgepumpt. Hierzu musste die Uferstraße für den Verkehr komplett gesperrt werden. Während der Abpumparbeiten wurden die Autos aus dem Wasser nach und nach abgeschleppt. Mit Hilfe der Polizei konnten einige Fahrzeughalter ausfindig gemacht werden. Es brachte Stunden bis das gesamte Wasser abgepumpt war. Viele Löschzüge der Stadt Trier waren zeitgleich im gesamten Stadtgebiet mit Pumparbeiten an vollgelaufenen Kellern beschäftigt.

Oberemmel- In dem Konzer Stadtteil im Tälchen kam es in der Nacht ebenfalls zu einem Großeinsatz der Feuerwehr. Dort trat der „Oberster Weiher“ über die Ufer und überschwemmte ein angrenzendes Mehrfamilienhaus und Weingut. Die Feuerwehr musste im Gebäude eingeschlossene Bewohner retten. Der Keller wurde ebenfalls überschwemmt. Besonderheit war hier, dass im Keller Öltanks mit einem Tankinhalt von 10.000 Litern gelagert sind. Trotz des schwierigen Einsatzes wurde nachweislich das Wasser nicht mit Öl kontaminiert. Der Gefahrstoffzug des Katastrophenschutzes Trier-Saarburg war dennoch vor Ort, falls es zu einer Verschmutzung kommen sollte. Mit vielen Tauchpumpen wurde das Wasser aus den Räumlichkeiten gepumpt.

Die Bahnstrecke Obermosel musste bis auf weiteres gesperrt werden, da dass Gleisbett bei Temmels unterspült wurde. Die Feuerwehr informierte hier den Notfallmanager der Deutschen Bahn. Die Pegelstände der Bäche und Flüsse sind deutlich angestiegen. Es ist mit weiteren Überschwemmungen zu rechnen. (Stand 5:30 Uhr)