Trittenheim. Wie bereits berichtet kam es am gestrigen Samstagnachmittag um 14:21 Uhr zu einem Gebäudebrand in der Straße „Am Kreuzweg“ in Trittenheim. Heute berichten wir ausführlich über den Großeinsatz in der Verbandsgemeinde Schweich.

Flammen schlagen aus den Fenstern 

Mehrere Bewohner im „Am Kreuzweg“ in Trittenheim bemerkten am Samstagnachmittag eine starke Rauchentwicklung aus einem Wohnhaus. Umgehend wurde der Notruf 112 abgesetzt. Im Verlauf kam immer dichterer Rauch aus dem Haus und Flammen schlugen aus dem Fenster.

79- jährige Bewohnerin aus den Flammen gerettet 

Sofort wurde Großalarm für zahlreiche Feuerwehren ausgelöst. Was zunächst unklar war, ob sich in dem Gebäude noch Menschen aufhalten. Die ersteintreffende Feuerwehr aus Trittenheim, legte sofort den Atemschutz an und begann mit dem Durchsuchen des Gebäudes. Im lichterloh brennenden Erdgeschoss wurde schließlich eine 79- jährige Bewohnerin gefunden und in großer Eile gerettet. Die Bewohnerin wurde bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes von der Feuerwehr erstversorgt und kam anschließend nach notärztlicher Versorgung mit schweren Verletzungen durch dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik.

Drei Gasflaschen geborgen 

Zeitgleich sind an der Einsatzstelle weitere Feuerwehreinheiten eingetroffen und haben auch im Inneren des Hauses mit den Löscharbeiten begonnen. Bei der Durchsuchung aller Räume, wurden keine weiteren Menschen gefunden. In dem brennenden Haus konnte die Feuerwehr drei Gasflaschen finden und bergen.

Erdgeschoss komplett ausgebrannt, Haus unbewohnbar 

Nach Angaben der Feuerwehr sind zwei Räume im Erdgeschoss komplett ausgebrannt. Da die Zwischendecken zum Obergeschoss mitunter aus Lehm bestanden, sind diese nun akut einsturzgefährdet. Alle weiteren Räumlichkeiten im gesamten Gebäude wurden durch den Rauch und die große Hitzeentwicklung stark in Mitleidenschaft gezogen. Eine Brandausbreitung auf den Dachstuhl, den angebauten Scheunentrakt und die Nachbargebäude konnte durch den gezielten Löscheinsatzparallel zur Menschenrettung verhindert werden.

Aufteilung in Einsatzabschnitte 

Da man eine konstante Wasserversorgung aufrecht erhalten wollte, wurde vorsorglich ein Einsatzabschnitt „Wasserversorgung“ von der Mosel aus, eingerichtet. Über den Einsatzleitwagen wurde in Abspreche mit dem Einsatzleiter der Großeinsatz koordiniert. So wurden auch zwei Einsatzabschnitte und einen Abschnitt „Bereitstellungsraum“ gebildet.

Auch die DLRG kam zum Einsatz 

Zum Eigenschutz der Einsatzkräfte wurde das DRK des OV Schweich zur Einsatzstelle alarmiert. Die DLRG versorgte die Einsatzkräfte mit Getränke. Gegen 16:30 Uhr konnte der Haupteinsatz beendet werden, das Feuer war komplett gelöscht, Die Brandnachschau erfolgte bis 24 Uhr/ Mitternacht. Der Ortsbürgermeister machte sich vor ein Bild von dem Ausmaß.

Große Probleme mit dem Digitalfunk 

Die Feuerwehr hatte in der gesamten Anfangsphase des Einsatzes massive Beeinträchtigungen im Funkverkehr über das digitale Funknetz. Entsprechende Mitteilungen sind an die „Autorisierte Stelle RLP“ bereits erfolgt, so der Einsatzleiter.

An den Wohnhaus entstand ein erheblicher Schaden, es ist derzeit nicht mehr bewohnbar.

130 Kräfte im Großeinsatz 

Im Einsatz waren etwa 130 Kräfte von FEZ, Wehrleitung und Führungsstaffel der VG Schweich. Der stellv. Kreisfeuerwehrinspekteur des Landkreises Trier- Saarburg und ELW 1 der VG. Die Feuerwehren aus Trittenheim, Klüsserath, Leiwen, Schweich, Neumagen-Dhron, Föhren, Longuich, Ensch, Köwerich, Thörnich und Detzem. Das DRK Schweich, der OV des DRK Schweich, der Rettungshubschrauber Christoph 10 mit Notarzt aus Wittlich und die DLRG Schweich. Zudem die Polizei Schweich, die Kriminalpolizei Trier, der Stromversorger Westnetz, die VG- Wasserwerke und der Ortsbürgermeister.

  • Text: Info Wehrleiter FFW VG Schweich, geschrieben Florian Blaes
  • Bilder: Andreas Sommer