Großeinsatz: Über 100 Kräfte suchen stundenlang nach Vermissten 25- jährigen

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Wißmannsdorf. Seit dem späten Sonntagabend um 22 Uhr läuft eine großangelegte Suchaktion von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Hundestaffeln. Dabei kam auch ein Polizeihubschrauber über mehrere Stunden zum Einsatz.
„Um 22 Uhr ging bei uns auf der Leitstelle der Polizei der Notruf ein, dass ein 25- jähriger Mann aus Wißmannsdorf vermisst wird“ erklärt der Leiter der Polizei Bitburg Christian Hamm. In der Polizeimitteilung heißt es, der Vermisste hat nach derzeitigem Ermittlungsstand am Abend des 19.10.2019 zusammen mit einigen Bekannten das Oktoberfest in Hermesdorf besucht. In der Nacht verliert sich dann seine Spur. Er wollte den Heimweg nach Aussage seiner Begleiter zu Fuß antreten, ist jedoch dort nicht angekommen. „Für uns ist es ganz schwierig gewesen frühzeitig die Suchmaßnahmen einzuleiten, da die Vermisstenanzeige erst knapp 24 Stunden später gemacht wurde. Das ist einfach zu spät“ mahnt der Polizeileiter an.
Noch in der Nacht haben zahlreiche Kräfte von Feuerwehr und Polizei mit der Suche begonnen. „Wir haben uns an den Eifelwerken zwischen den Ortschaften getroffen. Aber in der dunklen Nacht ist es sehr schwierig etwas zu erreichen“ so Hamm.
Schon am frühen Montagmorgen, kurz nach Sonnenaufgang wurde vor dem Feuerwehrgerätehaus die Einsatzleitung der Feuerwehr aufgebaut und mit der Suche begonnen. „Wir haben in der ersten Alarmierung bereits neun Ortschaften miteingebacht, um viele Kräfte für die Suchmaßnahmen zu bekommen“ erklärt Willi Schlöder stellv. Kreisfeuerwehrinspekteur des Landkreises Bitburg- Prüm. Über mehrere Stunden hinweg wurden Felder, Wiesen und Wälder systematisch abgesucht. Landwirtschaftliche Wege abgefahren und die Bewohner aus Wißmannsdorf und Hermesdorf befragt. „Leider blieb auch unsere sehr intensive Suche erfolglos, sodass wir gegen 16 Uhr unseren Einsatz beenden mussten“ so Schlöder.
Mit den Kräften der Feuerwehr war zeitgleich ein Suchhubschrauber der Polizei im Einsatz. „Er hat auch am frühen Morgen die Suche aufgenommen und musste zwischenzeitlich dreimal nachtanken, um so lange suchen zu können“ erklärt Christian Hamm. Hierbei wurde die Suche auch auf den Fluss „Prüm“ ausgewweitet, die derzeit Hochwasser führt. „Wir haben am Stausee Bitburg in Biersdorf das Wasser so lange wir konnten gestaut. Somit haben wir den Pegel um einen halben Meter senken können“ führt Hamm aus. Somit konnte folglich der Hubschrauber den Fluss von oben mit der Wärmebildkamera absuchen. Zeitgleich kamen die Kräfte der Feuerwehr und Polizei an den Ufern zum Einsatz.
Auch Suchhunde waren an der Suche beteiligt. Zwei Maintrailer, drei Spürhunde und zwei Flächensuchhunde waren über Stunden im Einsatz. Hierbei kamen die Hunde der Suchtrupps Eifel- Mosel bereits in der Nacht zum Einsatz. „Die Hunde haben tatsächlich an der Prüm angeschlagen, aber die Spur verliert sich dort“, stellt der Polizeileiter Christian Hamm ernüchternd fest. Die Polizeikollegen in Luxemburg wurden über die Suche in Kenntnis gesetzt, auch um die Augen an der Sauer offen zu halten. Die Suchhunde und die Polizei haben bis zum Einbruch der Dunkelheit das Gebiet noch weiterhin abgesucht. Leider bislang ohne Erfolg. „Es sind bislang auch keine Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Die Ermittlungen gehen weiter“ so Hamm. Falls es wieder Hinweise geben sollte, wird die Suche wieder aufgenommen.
Der Vermisste ist 1,70 m groß, muskulös und hat kurze Haare. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens war er bekleidet mit einer grauen Jogginghose, einer schwarzen Jacke, schwarzen Schuhen mit orangenen Schnürsenkeln und einer grauen Mütze. Besonders auffällig ist ein Tattoo in Form eines Notenschlüssels auf dem linken Unterarm. Ein Lichtbild der vermissten Person ist dieser Pressemitteilung angefügt. Die Bevölkerung wird um Mithilfe gebeten. Hinweise bitte unmittelbar an die Polizei Bitburg, unter 06561-9685-0.
Im Einsatz waren über 100 Kräfte der FEZ Kyllburg, der Führungsstaffel und Wehrleitung. Zudem der KFI und der stellv. KFI. Die Feuerwehren aus Wißmannsdorf, Hermesdorf, Großbüsch, Biersdorf, Wiersdorf, Brecht, Oberweis, Rittersdorf und Neidenbach. Die Polizei Bitburg, die Bereitschaftspolizei und ein Polizeihubschrauber. Weiterhin die Suchhunde Eifel- Mosel und ASB Rettungshundestaffel aus Ludwigshafen. Weiterhin das DRK und der Organisatorische Leiter (OrgL).

(Florian Blaes)