Großflächiger Stromausfall in der VG Ruwer: 7115 Einwohner betroffen, teils 7 Stunden ohne Strom

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VG Ruwer. Das neue Jahr ist erst knapp fünf Stunden alt, als die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Ruwer um 4:57 Uhr alarmiert wurden.
Zwischen den Ortschaften Morscheid und Waldrach sind an einem bewaldeten Hangbereich zwei dicke Stromleitungen an einem Strommasten gerissen und zu Boden gestürzt. Vermutlich durch den Aufprall auf den Nassen Boden kam es Zeitgleich zu einer Kettenreaktion und mehrere Trafostationen in Waldrach fielen komplett aus. Hier stellt sich zudem, im Laufe des Neujahrmorgen heraus, dass in der Schulstraße eine unterirdische Stromleitung stark beschädigt wurde.
Durch die Leitstelle Trier wurde die Feuerwehreinsatzzentrale und der Wehrleiter über Piepser alarmiert. Bedingt durch den Stromausfall fielen infolge auch die Sirenen aus. In der FEZ wurden schließlich die betroffenen Feuerwehren alarmiert. In einem Sonderfall eines Stromausfalls werden grundsätzlich die Gerätehäuser besetzt. Diese dienen in Notfällen als erste Anlaufstelle für etwaige Notfälle.
Und so kam es schließlich auch. Ein aufmerksamer Bürger aus Waldrach meldete der Feuerwehr, dass es am besagten Strommast zu Funkenflug kommt und ein Feuerschein zu sehen sei. Umgehend rückte die Feuerwehr Morscheid und der Wehrleiter aus. Vor Ort konnte man somit in der Nacht erkennen, dass die Ursache die abgerissenen Kabel ist. Aber tätig musste die Feuerwehr nicht werden, da auch die Gefahr zu groß gewesen ist. Unterdessen ist auch ein großes Team des Notfallmanagment von Westnetz eingetroffen.
Über Umpolungen konnten viele der betroffenen Dörfer zwei Stunden später gegen 7 Uhr wieder mit Strom versorgt werden. Die Bereitschaften der Feuerwehren wurden hier aufgelöst. Anderes Bild in Waldrach. Durch den enormen Schaden der Trafostation bzw. der Erdkabel gab es hier Straßenzüge die bis zum Mittag gegen 11:45 Uhr, mehr als 6 Stunden, ohne Strom waren. Auch das Gerätehaus der Feuerwehr Waldrach musste ein Aggregat installiert, um am Stromnetz in der Feuerwehreinsatzzentrale arbeiten zu können. Ein großes Notstromaggregat wurde in der Straße „Rosenbungert“ installiert. An der Trafostation oberhalb der Schule mussten Erdarbeiten vorgenommen werden, um die Kabel unterirdisch wieder zu reparieren. Diese Arbeiten dauerten bis in den Abend hinein.
Die VG Bürgermeisterin Stephanie Nickels machte sich ein Bild von den Arbeiten vor Ort und dankte ausdrücklich allen Einsatzkräften der Feuerwehr für ihre Bereitschaften und dem Team von Westnetz für ihre Arbeit trotz Feiertag.
Betroffen waren schließlich 7115 Menschen der Orte Gusterath, Gutweiler, Kasel, Korlingen, Mertesdorf, Morscheid, Riveris, Sommerau und Waldrach.

(Blaes)