Bild: Wilma Eudenbach www.fereinwohnungen-zell.de

Wolf/ Graach/ Zell. Erneut sind schwere Gewitter über die Region hinweg gezogen. Während es überwiegend bei lautem Donner und mäßigem regen blieb, ließen sich an der Mosel zwischen Bernkastel- Kues und Zell allerdings einige schwere Unwetter nieder.

Die Feuerwehren der VG Traben- Trarbach mussten zu vier unwetterbedingten Einsätzen ausrücken.

Gegen 16 Uhr zog eine Unwetterfront auf und führte zu einem längeren Einsatz auf dem Campingplatz in Wolf. Hier ist ein großer Ast eines Laubbaumes vom starken Wind abgebrochen. Dieser hing nun gefährlich über mehrere Wohnwagen in der Luft und zog somit eine Lebensgefahr für die Camper mit sich. Mit einem Teleskopgelenkmast der Feuerwehr wurde er in langlebiger und schwerer Arbeit Stück für Stück klein gesägt und die Lebensgefahr so gebannt. Diese Arbeiten mussten zwischenzeitlich unterbrochen werden, da ein zweites schweres Gewitter während des Einsatzes über Wolf zog.

Um 18:50 Uhr wurde die Feuerwehr auf die B 53 nach Kröv alarmiert. Hier hatten sich die Wassermassen und Geröll den Weg ins Tal gesucht und stauten sich auf der Bundesstraße. Auffangschächte konnten die enormen Wassermassen nicht so schnell auffangen. Hier sicherte die Feuerwehr die Strecke ab und sorgte wieder für ein Ablaufen des Wassers.

Um 19:50 Uhr wurde die Feuerwehr ein zweites mal für den Tag nach Wolf alarmiert. In der Ortslage gab es das gleich Bild wie in Kröv. Wasser und Geröll sammelten sich in den Straßen des Ortes. Es wurde für ein Abfließen des Wassers gesorgt und die Geröllmassen beseitigt.

Um 21:18 Uhr stürzte ein Baum auf der L 187 zwischen Trarbach und Kautenbach um. Dieser blockierte die komplette Fahrbahn, sodass eine Weiterfahrt für Verkehrsteilnehmer nicht mehr möglich war. Er wurde mit Motorsägen durch die Feuerwehr entfernt.


Um 18:30 Uhr wurde in der Ortslage Graach (Bernkastel- Kues) aufgrund eines Gewittersturmes ein Baum entwurzelt. Der Baum mit einem Wurzelteller von 6-7 m Durchmesser stürzte auf die angrenzende B 53 und auf ein Buswartehäuschen, in dem sich glücklicherweise keine Personen befanden. Das Wartehäuschen wurde komplett zerstört. Für die Aufräumarbeiten musste die B 53 zwei Stunden voll gesperrt werden. Im Einsatz befanden sich die Feuerwehren Graach und Kues, die Straßenmeisterei Bernkastel sowie die Polizei Bernkastel-Kues.


Schwer getroffen wurde der Ort Zell an der Mosel. Hier kam es während eines schweren Unwetters zu einer Sturzflut. Zahlreiche Keller liefen voll und Straßen unpassierbar. Und das schlimme: Die Flut lief in die Grundschule Zell- Kaimt und richtete große Schäden an. Wasser und Schlamm sind in die Schule eingedrungen, sodass diese ihren Unterricht am heutigen Montag nicht starten kann und geschlossen bleiben muss. Feuerwehr und THW waren im Dauereinsatz.

  • Text: Infos der Feuerwehren, geschrieben Florian Blaes