Zemmer- Rodt. Heute genau vor einem Jahr am 08. Oktober 2019 gingen bei der Leitstelle Trier gegen 15:15 Uhr die ersten Notrufe über einen Flugzeugabsturz im Wald bei Rodt ein. Was folgte, war ein Großeinsatz der Feuerwehr und folglich ein noch größerer Einsatz der Bundeswehr und US- Army im Wald bei Rodt. Wochenlang prägten Militär- und Bundeswehrfahrzeuge das Bild des kleinen Ortes in der VG Trier- Land. Ein großes Sperrgebiet wurde errichtet und die Kreisstraße zur L 46 war mehrere Wochen voll gesperrt.

Aufklärung noch nicht abgeschlossen 

Ein Jahr danach ist zwar Ruhe eingekehrt, ober die Spuren wirken noch deutlich bei den Menschen in Zemmer- Rodt und vor allem beim Ortsbürgermeister nach. Auch Umweltschützer sind der Meinung, dass die Arbeit in dem betroffenen Wald längst nicht abgeschlossen sind.

Welche Auswirkungen hat es auf den Boden?! 

Fachkräfte der Bundeswehr hatten Bodenproben an der Absturzstelle genommen und kamen zu dem Ergebnis, dass der Boden nicht verunreinigt sei. Anders sieht das der BUND.  Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland nahm auch Bodenproben und stellte eine Belastung mit den Schadstoffen PFT vor. Daraufhin nahm die SGD Nord im Sommer diesen Jahres ebenfalls Proben und stellte aber auch keine Belastung mit PFT fest. Aber es wurden erhöhte Werte von Mineralöl-Kohlenwasserstoffen festgestellt. Hierzu stehen die letzten Ergebnisse aber noch aus.

Wald muss aufgeforstet werden 

Es geht weiterhin um die Themen der Aufarbeitung des Waldes. Der Kampfjet welcher abgestürzt ist, hat eine Schneise der Verwüstung mit sich gezogen. Viele Bäume wurden wie Streichhölzer abgerissen und sind unbrauchbar. Das Holz muss komplett geschlagen werden und aus dem Wald gefahren werden. Da wird von einer großen Fläche gesprochen. Zudem müssten die Wirtschaftswege komplett erneuert werden, die teilweise nicht mehr vorhanden sind. Das sind Kosten von etwa 70.000 Euro.

Runder Tisch im November 

Um all diese offenen Punkt und Anliegen der Gemeinde Rodt zu besprechen, kommen die zuständigen Behörden im November zusammen, um das an einem runden Tisch zu besprechen. Bis dahin wird sich nicht viel ändern und der Unmut bleibt. Jetzt ist zu hoffen, dass eine Lösung gefunden wird. das ist nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Natur wichtig. Den eines steht fest: So kann es nicht bleiben!

Hier finden Sie alle Berichte zum Absturz des Kampfjets F 16 vor einem Jahr: 

Kampfjet F16 bei Zemmer abgestürzt, Pilot rettet sich mit Schleudersitz

Bundeswehr und Army haben das Kommando zum Flugzeugabsturz bei Rodt übernommen

Eine Woche nach dem Absturz des F16 bei Rodt: Fragen & Antworten