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Drei Hilfstransporte mit Fleischwaren verließen vergangene Woche die Eifel-Mosel-Hunsrück Region in Richtung Ahrtal. Insgesamt fast eintausend Würstchen und eine viertel Tonne an weiteren Fleisch- und Wursterzeugnissen wurden direkt an Anwohner, Helfer und Einsatzkräfte in Ahrbrück, Dernau und Euskirchen geliefert. „Über einen direkten Kontakt aus Ahrbrück wurden bei uns kurz nach der Flutkatastrophe um Hilfe angefragt. Es fehle händeringend an Lebensmitteln, war von dort zu hören“, erzählt Claudia Dinkler-Pütz, die mit Ihrer Fleischerei Mitglied der Fleischer-Innung Mosel-Eifel-Hunsrück Region ist. Sofort war man sich innerhalb der Innung einig, hier zu unterstützen. In Osann-Monzel wurde die ganze letzte Woche Ware entgegengenommen, verpackt und Rohware vor Ort zubereitet. „Wir mussten die Lieferung so verarbeiten, dass diese sofort verzehrfertig war. Es gab ja keine funktionierende Metzgerei vor Ort, die das hätte übernehmen können“, berichtet Organisatorin Dinkler-Pütz. „Mein Handy stand kaum noch still. Nach dem Aufruf an die Innungskollegen und den großen Mengen, die man zur Verfügung stellte, mussten schnell Helfer gefunden werden, um alles für den Transport zu verpacken.“ Auch selbst vom Hochwasser betroffene Fleischer wie Johannes Ambros aus Bettingen haben gespendet. Ebenso engagierten sich die Innungsmitglieder Georg Bösen aus Piesport, Frank Ziltz aus Kinderbeuern, Uwe Juchems aus Stadtkyll, Peter Müller aus Müllenborn, Klaus Gauer-Kneppel aus Morbach und natürlich Organisatorin Claudia Dinkler-Pütz aus Osann-Monzel. Spontan lieferten die Innungsbäcker Dirk Mertes aus Lieser und Karl-Josef Peter aus Minheim 750 Brötchen dazu.

Abgerundet wurden die Hilfslieferungen um viele Kartons mit Hygieneartikeln, Insektenschutzsalben, Einweghandschuhen, Schutzmasken und Desinfektionsmitteln. Das Spendenaufkommen an Lebensmitteln in Osann-Monzel war so groß, dass kurzfristig noch ein Teil nach Ehrang umgeleitet werden konnte. Nach Ehrang hatte zudem auch Bäcker Mertes über 120 Brote und Kuchen, in Zusammenarbeit mit Elektroinnungsmitglied Oliver Sehn aus Piesport, verbracht.

„Auch in diesen Zeiten wird deutlich, welchen Wert das Netzwerk einer Handwerksinnung hat“, so Dirk Kleis, Geschäftsführer von 22 Handwerksinnungen unter dem Dach der Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region.