Privat

Region. Eine Userin hat sich bei newstr.de gemeldet und unglaubliche Szenen uns zugespielt über die Zuständen in den Linienbussen der Region Trier. 

In diesem Fall ging es um die Linie 403 die von Orenhofen nach Bitburg fährt. Hierbei steuert der Bus unter anderem die Orte Preist, Speicher und Röhl an. Bereits nach den ersten Haltestellen war der Bus komplett überfüllt. Dicht an dicht haben sich die Kinder gedrängelt. Auf dem Rückweg heute Nachmittag wurden dann die ersten Schüler/innen nicht mehr mit geholt und stehen gelassen, so die Userin.

Ihr Zitat im Wortlaut: „Jetzt muss ich mich aber echt mal Beschweren! Die Fotos bekam ich heute morgen von meinem Sohn geschickt. So sah der Bus ab Orenhofen Richtung Bitburg aus. Alle stehen aneinander gepresst und später in der Schule heißt es dann wieder „aufpassen und Abstand halten wegen Covid19″… Das kann es doch nicht sein! Kinder werden teilweise in den Orten stehen gelassen, weil der Bus total überladen ist. Kann man da nicht noch einen zweiten Bus einsetzen?“

Auf diesen öffentlichen Post haben sich zahlreiche User in den Kommentaren geäußert: 

Zitat 1: „Meine Tochter sagte auch das der Bitburg ZOB so überfüllt ist und die Busse so voll sind, dass die kleinen Kinder kaum sehen wo welcher Bus hin fährt… Jetzt rief meine Tochter sogar an, das sie im falschen Bus ist, weil sie einfach vom ZOB weg wollte.“

Zitat 2: “ Gestern Mittag beim Einsteigen in den Bus muss wohl so ein Gedränge und Gequetsche gewesen sein, das Kinder die in der Mitte standen Panik hatten und anfingen zu weinen.“

Zitat 3: “ Meine Tochter ist gestern mit einer offenen Ferse nach Hause gekommen. Ihre Ferse wurde beim Schließen der Tür eingequetscht, weil der Bus so überfüllt war! 3 Kinder wurden einfach stehen gelassen. Darunter 5.-Klässler! Der nächste Bus fährt erst 2 Stunden später und das nur in den Nachbarort. Heute Morgen wurden schon beim 3. Ort die Kinder stehen gelassen, weil der Bus schon überfüllt war! Das geht garnicht und ist ein unverantwortlich!“

Zitat 4: „Bei uns hier an der Mosel genau das Gleiche. Ich habe vor Wochen schon überall angerufen. ADD kennt das Problem. Lösung noch nicht in Sicht. Ordnungsamt ist nicht dafür zuständig bekam ich gesagt. Gesundheitsamt ist auch nicht dafür zuständig wurde mir dort gesagt. Es gibt angeblich eine Sonder Truppe /Covid Schule, die Nummer ist aber auch nach mehrfachen anrufen nicht besetzt.“

Zitat 5: “ Leider genau dasselbe in Franzenheim bis Pellingen. Die neuen 1. Klässler wurden total eingequetscht. Einige standen direkt an der Tür. So überfüllt war der Bus. Hab schon eine Beschwerde an die Kreisverwaltung geschickt. Die Antwort kam schnell….es muss nicht jeder einen Sitzplatz haben und Möglichkeiten zur Erweiterung der Schulbusse gibt es zur Zeit nicht…“

Newstr.de hat den Landrat des Eifelkreises Joachim Streit (FREIE WÄHLER) angeschrieben und von diesen Vorfällen berichtet. Er hat newstr.de schnell geantwortet und bedauert die Bussituation. Hier die Antwort dazu: 

„Die Regeln der Busbelegung mit Steh- und Sitzplätzen und die Hygieneregeln für Busse folgen den Anweisungen des Landes: Es dürfen alle Sitzplätze sowie bis zu 70% der zugelassenen Stehplätze in Anspruch genommen werden. Die Regelungen zur Besetzung der Busse haben sich seit Corona nicht verändert. Wir folgen aktuell den Hygieneregeln des Landes.

Die neuen Schulbusse haben weniger Sitzplätze als die alten.

In der ersten Schultagen nach den Sommerferien kam es auch in den vergangenen Jahren immer wieder zu Beschwerden wegen stark besetzter und teilweise überfüllter Busse. Dies war jedoch häufig ein Problem der Verteilung der Schüler auf die vorhandenen Buskapazitäten, besonders wenn mehrere Busse für eine Strecke genutzt werden können. Meine Mitarbeiter gehen diesen Hinweisen regelmäßig nach, indem sie sich mit den Verkehrsunternehmen und Schulen abstimmen und Kontrollen vor Ort durchführen.

Im Zusammenhang mit Corona habe ich die Ministerpräsidentin schriftlich und die Bildungsministerin Hubig und die Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler Anfang Juni auch darauf hingewiesen, dass man ein Testkonzept für alle Schüler, Lehrer und Busfahrer entwickelt und in den letzten zwei Ferienwochen testet. Dann hätten wir jetzt Sicherheit. Dies wurde leider abgelehnt.

Wir haben die VRT auch um Stellungnahme gebeten, diese steht derzeit noch aus. Wir bleiben an Thema dran…

  • Text: Florian Blaes, eigene Recherche