Wer heute am frühen morgen schon in der Innenstadt unterwegs war,
dem sollte etwas aufgefallen sein. In der Nacht von Freitag auf Samstag
haben KlimaaktivistINNEN Banner und Transparente an den Querseilen in
der Innenstadt aufgehangen. Die Klima- und Umweltschutzbewegung
Extinction Rebellion bekannte sich dazu. Inhalt der Stoffe waren
Forderungen nach einer Verkehrswende weg vom motorisierten
Individualverkehr hin zu einer möglichst CO2-armen Fortbewegungsart.

„Grünflächen statt Parkplätze“ sagt eines dieser Transparente aus.
Gemeint ist damit die Forderung, graue Parkplätze zu Parks, Wiesen und
Beeten umzuwandeln. „Diese sind von der CO2-Bilanz nämlich deutlich
besser für das Klima“, schrieb Extinction Rebellion dazu auf Social
Media. „Auch für die Temperaturen in der Stadt sind Grünflächen sehr
wichtig, da sie im Sommer die Stadt kühlen und der Erhitzung des
Asphalts entgegenwirken.“ Trier war mit einer Höchsttemperatur von 37°C
eine der heißesten Städte Deutschlands im letzten Sommer.

Auch Forderungen wie kostenloser öffentlicher Personen Nahverkehr sind
auf den Bannern festgehalten. Diesen sehen KlimaaktivistINNEN nämlich
als eine Alternative zum motorisierten Individualverkehr. Da der hohe
Preis von Bus und Bahn viele Menschen davon abhält, auf den ÖPNV
umzusteigen, gehören Ausbau und Vergünstigung zu einer wichtigen
Forderung der Bewegung.

Auch satirische Botschaften haben sie in der Fußgängerzone aufgehangen.
So wird sich mit einem Bild mit der Aufschrift „People ignoring climate
changes“ (zu deutsch: Menschen, die die Klimakrise ignorieren) mit einem
Hund, der sehr entspannt in einem brennenden Haus sitzt, sich über
Klimawandel-Leugner und Ignoranten lustig gemacht. „Kritisiert wird
dabei, dass die Dringlichkeit der Klimakrise immer noch von vielen
Menschen nicht wahrgenommen wird. Wir befinden uns in einer
existenziellen Krise und können uns nicht leisten, noch ein paar Jahre
auszusitzen“, schrieb die Gruppe dazu auf Instagram.

  • Bilder: Florian Blaes