Noch sind die Temperaturen winterlich, doch in wenigen Wochen, wenn die Sonne den Boden erwärmt, erwachen auch die Amphibien aus ihrer Winterruhe und beginnen ihre Wanderung zu den Laichgewässern. Dabei müssen sie an vielen Stellen Straßen überqueren. Hunderte Tiere werden dabei jährlich überfahren oder fallen in Gullys und verenden dort. Deshalb kümmern sich nach Angaben der Unteren Naturschutzbehörde im Rathaus ehrenamtliche Helferinnen und Helfer alljährlich an mehreren Stellen im Stadtgebiet um die Rettung der geschützten Amphibien. Krötenzäune werden aufgestellt und täglich werden Tiere in Eimern über die Straßen zu den Laichgewässern getragen. Auch Gullys werden kontrolliert und hineingefallene Kröten, Molche und Frösche befreit. Wer die ehrenamtlichen Tierschützer unterstützen möchte, ist herzlich willkommen. Ansprechpartnerin ist Judith Foltys (0151/2888-5340), die die abendlichen Hilfseinsätze in Stadt und Umland koordiniert und neue Helfer einweist.

Einige der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer haben eine Petition gestartet, in der sie fordern, dass Ausstiegshilfen für Tiere, die in Gullys gefallen sind, deutschlandweit verpflichtend werden. Zu finden ist diese unter www.openpetition.de, Suchbegriff: „Todesfalle Gully“.