Symbolbild Linienbus

Region. Die Landesregierung fördert den Einsatz zusätzlicher Busse für den Schülerverkehr, das hat Verkehrsminister Dr. Volker Wissing bekanntgegeben.

75 Millionen Euro für öffentlichen Nahverkehr 

Dafür wird eine zentrale Bus-Börse eingerichtet, mit der freie Bus-Kapazitäten landesweit vermittelt werden können. Die Landesregierung stellt über den jüngst vorgestellten Nachtragshaushalt insgesamt 75 Millionen Euro zusätzlich für den öffentlichen Nahverkehr zu Verfügung und ergänzt damit die Bundesmittel aus dem ÖPNV-Rettungsschirm.

„Was fahren kann, soll fahren“

„Was fahren kann, soll fahren. Die Landesregierung nimmt zusätzliche Mittel in die Hand, um die Schülerverkehre zu entzerren. Wir unterstützen die Kreise und Kommunen dabei, zusätzliche Fahrzeuge oder auch zusätzliche Fahrten zu bestellen. Über eine zentrale Bus-Börse können die landesweit zur Verfügung stehenden freien Busse dort eingesetzt werden, wo die Situation das erfordert“, sagte Verkehrsminister Dr. Volker Wissing.

170 zusätzliche Busse

Eine Abfrage bei den Verbänden des privaten Verkehrsgewerbes hat ergeben, dass landesweit etwa 170 zusätzliche Busse zur Verfügung stehen. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Reisebusse, die aufgrund des Einbruchs im touristischen Verkehr derzeit nicht im Einsatz sind. Da die Busse nicht unbedingt in der Region stehen, in der sie gebraucht werden, wird der Einsatz der Fahrzeuge über eine Bus-Börse beim Verband des privaten Verkehrsgewerbes MOLO-RLP koordiniert. Die Börse steht auch Unternehmen offen, die nicht im Verband engagiert sind.

15 Fälle über Busklagen in Mainz bekannt

Im Verkehrsministerium sind derzeit 15 Fälle bekannt, in denen über zu geringen Platz in den Bussen geklagt wird. Das Land übernimmt 90 Prozent der anfallenden Kosten.
Der jüngst vorgestellte Nachtragshaushalt sieht weitere 75 Millionen Euro für den öffentlichen Verkehr vor, damit ergänzt die Landesregierung den ÖPNV-Rettungsschirm des Bundes, der allein nicht ausreicht, um die Corona-bedingten Mindereinnahmen der Branche aufzufangen. Das Antragsverfahren wird in Kürze starten.

Für große Aufregung sorgte vor zwei Tagen ein Bericht, den wir von newstr.de recherchiert hatten: Katastrophale Zustände: Überfüllte Busse, weinende Kinder, Schüler werden an Haltestellen stehen gelassen

  • Text: Presseinfo Wirtschaftsministerium