„Es gab einen riesen Knall und dann fiel die Mauer der Wohnung in sich zusammen“ so beschreibt es die Bewohnerin in der Ehranger Straße in Trier- Ehrang. Hier kam es am Mittwochmorgen um 10:25 Uhr zu einem folgenschweren LKW-Unfall. Ein 7,5 Tonner war mit Abladearbeiten in der Straße „Mittelplatz“ beschäftigt und wollte anschließend durch einen Tunnel wieder auf die Ehranger Straße fahren.

„Es gab dort ein Schild mit einer möglichen Durchfahrtshöhe von 3,8 Meter, der LKW ist 3,5 Meter hoch. Es hätte also problemlos funktionieren müssen“ erklärt der Beifahrer des Lasters, der sichtlich erstaunt ist, was sich gerade am Unfallort abspielt. Fahrer und Beifahrer sind der Ansicht, dass sie keine Schuld trifft. Ein langjähriger LKW-Fahrer, der am Mittelplatz wohnt sagt: Hier hätte dieser 7,5 Tonner nicht durch fahren dürfen. Das sollte eigentlich jeder Fahrer wissen. Sie kamen von hinten herein gefahren und dort hätten sie auch raus fahren sollen.“

Große Mauerstücke sind durch die Wucht herunter gestürzt und haben eine Wohnwand im ersten Obergeschoss des Gebäudes komplett niedergerissen. Eine Heizung mit ihren Rohren liegt frei. „Ich war gerade im Keller als das Unglück passierte, was auch mein großes Glück war“ beschreibt die Bewohnerin die unglaubliche Situation am Mittwochmorgen.

Die hinzugezogene Feuerwehr sicherte unverzüglich die Unfallstelle großräumig ab und sperrte diese weiträumig ab. Zahlreiche Schaulustige kommen zusammen und staunen über das Geschehene. „Hier können wir zunächst einmal von Glück sprechen, dass es keine Verletzten gibt“ so der Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Trier.

Im Verlauf des Nachmittags kommen aus ganz Rheinland- Pfalz Einheiten des technischen Hilfswerk zusammen, um das Haus zu stützen und den LKW zu bergen. Doch so einfach gestalteten sich die Arbeiten nicht. Auf dem Führerhaus des 7,5-Tonners liegt ein großes Mauerteil, was nicht so einfach zu bewegen ist. Zudem gibt es große Risse im Mauerwerk. Stützen müssen eingebaut werden.

Unterdessen steht am Mittag fest: 6 Wohnungen sind betroffen und die Bewohner können nicht mehr in ihre Wohneinheiten. Aufgrund der Einsturzgefahr ist ein weiteres Betreten nicht mehr möglich. Die betroffenen Bewohner sind bei Freunden und Verwandten untergekommen. Die Feuerwehr konnte noch zwei Katzen retten.

Die Arbeiten von Feuerwehr und THW zogen sich bis zum späten Abend hin. Über den ganzen Tag war die Ehranger Straße für den Verkehr komplett gesperrt worden.

Im Einsatz waren mehr als 120 Kräfte von Führungsdienst der BF und des THW, Berufsfeuerwehr Wache I und II, das DRK OV Ehrang und die Malteser der Stadt Trier. Das THW aus Trier, Saarburg, Wittlich und Koblenz. Baufachberater des THW und Sachverständige.

Erstbericht mit Bilder: Großeinsatz im Trier: LKW durchbricht in Ehrang eine Hauswand