Foto: Kreisverwaltung Trier-Saarburg

In den jüngsten Bund-Länder-Beschlüssen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ist die Forderung nach mehr Home-Office-Arbeitsplätzen eine der wichtigsten genannten Maßnahmen. Behörden und Unternehmen werden in einer neuen Verordnung des Bundesarbeitsministeriums aufgefordert, Home-Office wo immer möglich den Mitarbeitenden anzubieten. Eine Forderung, der die Kreisverwaltung Trier-Saarburg bereits seit Beginn der Pandemie im März 2020 nachkommt.

Anfang 2020 wurden 29 Home-Office-Arbeitsplätze genutzt. Mitte März 2020 wurden in aller kürzester Zeit mehr als 100 zusätzliche Plätze bereitgestellt. Inzwischen sind insgesamt 180 Home-Office-Plätze dazu gekommen, also aktuell 210 – sieben Mal so viele wie zu Beginn der Pandemie. „Und wir werden weitere Plätze anbieten, um die Kontakte innerhalb der Verwaltung weiter auf ein Minimum zu reduzieren“, so Landrat Günther Schartz. Einerseits habe man schnell und umfassend agiert, andererseits aber auch den Betrieb der Verwaltung aufrechterhalten können. Parallel dazu wurden umfangreiche Hygienemaßnahmen umgesetzt. „Vielleicht ist es auch diesen Maßnahmen zu verdanken, dass bisher keine Corona-Infektion im Verwaltungsbetrieb aufgetreten ist“, so Schartz.

Der Landrat sieht die Pandemie bei allen Schwierigkeiten und der hohen Arbeitsbelastung im Haus auch als Chance. „Die Digitalisierung und neue Formen der Arbeit erleben jetzt einen Schub. Home-Office, Videokonferenzen und Sitzungen im Live-Stream sind inzwischen Alltag. Die Digitalisierung von Behördenleistungen wird nochmals intensiviert, auch mit zusätzlichem Personal“, so Schartz.

Die Erfahrungen mit dem Home-Office wurden in einer hausinternen Befragung zudem bereits 2020 überprüft. Dabei hat sich gezeigt: die befürchteten Probleme sind weitgehend ausgeblieben und die Akzeptanz des Home-Office gerade bei Führungskräften ist deutlich gestiegen. „Viele Neuerungen werden auch nach der Pandemie bleiben – und Home-Office-Arbeitsplätze gehören dann weiterhin zum normalen Arbeitsalltag der Kreisverwaltung“, ist sich Landrat Schartz sicher.