Moselhochwasser führt zu Sperrungen, Missgeschicken und Überflutungen

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Mosel. Nach dem langanhaltenden Regen der letzten Tage und der enormen Regenmengen in Frankreich führt die Mosel derzeit ein leichtes Hochwasser. Am Sonntagabend lag der Höchststand des Pegels in Trier bei 6,64 Meter. Seither sinkt sie wieder.
Doch das führte dennoch zu ersten Sperrungen von Ufer- und Radwegen entlang der Mosel, die überschwemmt wurden. Auch die B 53 zwischen dem Kreisverkehr Zeltinger Brücke und Kinheim, sowie die K134 zwischen Kesten und Lieser vollgesperrt. Die Sperrungen wurden am Montagmorgen wieder aufgehoben.

In Enkirch wurde die Unterführung der L192, welche unter der B 53 durchführt vom Hochwasser überflutet. Ein 23- jähriger Mann, welcher nichts ortskundig war, hatte sich zu sehr auf sein Navigationssystem verlassen und fuhr mit seinem Auto in die Überflutung und blieb stecken. Er stieg dabei auf sein Fahrzeugdach und setzte den Notruf ab. Gegen 22:10 Uhr rückte schließlich die Feuerwehr mit der Polizei an und rettete den Mann aus seiner misslichen Lage. Der PKW wurde in Sicherheit gebracht.

Pkw folgt Navi und fährt ins Hochwasser

 

 

 

 

 

Auf dem großen Uferparkplatz in Bernkastel- Kues wurden am frühen Sonntagabend bereits die Menschen davor gewarnt und aufgefordert ihre Autos an der Mosel umzuparken, da dass Wasser rasant anstieg. Doch ein belgischer Autofahrer kam zu spät. Sein PKW wurde vom Wasser umschlossen. Hierbei hatte er aber noch Glück, das Hochwasser stand noch nicht hoch, sodass kein Schaden entstand und der Mann sein Auto noch schnell genug in Sicherheit bringen konnte.

In Lieser rückte die Feuerwehr aus, um den Hochwasserschutz zu errichten. Diese Arbeiten dauerten mehrere Stunden am späten Sonntagabend an. Hier bauten die Einsatzkräfte fünf Schutzwandteile am Damm auf, da dass Wasser am Sonntagabend ebenfalls schnell angestiegen war.

Auch in Trier ist wurde das Zurlaubener Ufer überflutet, die Uferwege wurden gesperrt. Passagierschiffe können derzeit nur die höher gelegenen Anlegestellen anfahren.

Was am Sonntagabend noch so aussah als würde die 7 Meter Marke erreicht werden und das Wasser tatsächlich rasant schnell angestiegen ist, so konnte schon am Montagmorgen wieder Entwarnung gegeben werden. Um 10 Uhr war der Pegel in Trier bei 6,10 Meter und ist somit um 54 cm in 14 Stunden gefallen. Alle Straßensperrungen konnten aufgehoben werden.

(Blaes)