Nach knapp 40 Stunden Dauereinsatz für die Feuerwehr ist zur Mittagszeit am heutigen Mittwoch (06.01.2020) das Feuer am Gastank erloschen. Bis dahin sind in dem oben genannten Zeitraum an die 2500 Liter Flüssiggas verbrannt, nachdem der Gastank bei einem Gartenhausbrand ebenfalls Feuer fing.

Große Erleichterung bei der Feuerwehr. „Wir waren jetzt in einem 40 Stunden Einsatz, einem Einsatz, den es so im Hochwald und darüber hinaus noch nicht gab“ ist sich Helge Schmitt der aktuelle Einsatzleiter am Mittwoch sicher. Er hat sich mit seinen Führungskollegen, den Wehrleitern Thorsten Marx und Thorsten Petry abgewechselt, sodass immer einer an der Einsatzstelle war.

Zuvor musste die Feuerwehr aus Kell am See am Dienstagnachmittag einiges an Spritnachschub nach Oberzerf bringen. Die laufenden Motoren der Feuerwehrfahrzeuge und der Wasserpumpen verschluckten viel Diesel und Benzin in diesem großen Zeitrahmen. Tag und Nacht mussten die Motoren laufen, um die Wasserleistung zu erbringen die benötigt wurde.

Während des gesamten Einsatzes wurden mehr als 2 Millionen Liter zum kühlen des Gastanks benötigt. Hierbei wurde Wasser aus einem Hydrant, aber auch aus einem Bach in der Nähe entnommen.

Während des Einsatzes wurden immer wieder die Feuerwehrkräfte durch weitere Einheiten der Verbandsgemeinde ausgetauscht. Einzig die Feuerwehr Zerf stellte als Ortswehr immer wieder im Wechsel ihr Personal zur Verfügung.

Der Motorsportclub Zerf stellte für die Einsatzkräfte ihre Räumlichkeiten zum Aufwärmen und zur Versorgung (Essen und Trinken) zur Verfügung. Vor Ort wurde ein Zelt aufgeschlagen, sodass immer Einsatzkräfte am brennenden Gastank vorhanden waren.

Bis zum Erloschen des Feuers wurde der Tank mit zwei installierten Strahlrohren am Verteiler ständig mit Wasser gekühlt. Zur Mittagszeit war es dann endlich so weit: Feuer aus!

Vertreter von Primagas, die auch am Vortag vor Ort waren, dankten allen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz. Sie betonten, dass die Feuerwehr hier von Anfang alles richtig gemacht hatte und umgehend mit dem Kühlen begonnen hatte. In Deutschland gab es wohl erst mit Oberzerf das zweite Mal einen solchen Einsatz. Bereits vor 5 Jahren gab es einen ähnlichen Fall in Norddeutschland, so ein Sprecher von Primagas.

Am Nachmittag wurden dann Messungen durchgeführt und weitere Begutachtungen am Tank vorgenommen. Fest steht jetzt schon, dass das Feuer nicht am Gastank ausgebrochen ist, sondern in dem Gartenhaus nebenan. Die Kriminalpolizei wird hierzu die Ermittlungen noch aufnehmen. Die Vollsperrung der oberen Ortsdurchfahrt konnte wieder aufgehoben werden.

Im Gesamteinsatz waren etwa 120 Kräfte von FEZ Kell am See, Wehrleitung VG Saarburg- Kell, Atemschutzwerkstatt Zerf. Die Feuerwehren aus Zerf, Greimerath, Hentern, Baldringen, Vierherrenborn, Mandern, Waldweiler, Heddert, Kell am See und Saarburg.

Berichterstattungen mit Bildergalerien zu dem Einsatz:

24 Stunden dauert nun der Einsatz in Zerf an, Gas strömt weiter aus (Stand 19:30 Uhr)

Gastank brennt seit 18 Stunden in Oberzerf, Feuerwehr im Dauereinsatz (Stand 12:30 Uhr)

Großeinsatz in Oberzerf: Gartenhaus niedergebrannt, Gastank brennt immer noch