Nach Großbrand in Echternach: Wasser in Grenzfluss „Sauer“ verunreinigt

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Echternach/ Minden. (bla) Nach dem Großbrand in einer Fabrik im Gewerbegebiet Echternach (wir berichteten) kam es im Grenzfluss Sauer zu einer starken Verunreinigung des Wassers.
„Die Einsatzkräfte mussten, um den gesamten Brandherd löschen zu können große Mengen Löschschaum einsetzen“ berichtet Willi Schlöder, stellv. Kreisfeuerwehrinspekteur des Landkreises Bitburg- Prüm im Gespräch. So ist am späten Dienstagnachmittag ein großer Schaumteppich über das Oberflächenabwasser in die Sauer gelangt. Das Problem wurde aber schnell erkannt und die zuständigen Behörden informiert. „Wir haben auch der gesamte Gefahrstoffzug des Eifelkreises umgehend alarmiert. Weiterhin kamen auch Teileinheiten aus Trier- Saarburg mit dazu“ so Schlöder.
Auf der luxemburgischen Seite wurden entsprechende Maßnahmen mit Sperrungen von am Abwasserkanal vorgenommen. Dennoch gelangten bindefähige Substanzen, Lösmittel und Phenolharz sowie verschiedene Öle in die Sauer. „Wir haben mit unseren Feuerwehrbooten auf Höhe von Minden (Bitburg- Prüm) eine Ölsperre errichtet“ erklärt der KFI. Dort wurden weiterhin Stoffe in den Fluss aufgebracht, um die Verunreinigung zu binden.
Seither sind diese Ölsperren auf dem Fluss ausgebracht. „Wir wollen die Verunreinigung so gering wie möglich halten“ so Willi Schlöder.
An mehreren Stellen wurden flussabwärts zahlreiche Wasserproben mit den Booten gezogen. „Diese Proben wurden den zuständigen Behörden in Trier übergeben. Ergebnisse liegen derzeit noch keine vor“ so Schlöder.
Am Mittwochmorgen ist von dem Schaumteppich nicht mehr viel zu sehen. Durch den Regen der Nacht ist der Schaum aufgelöst worden. Dennoch warnen die Verantwortlichen der Feuerwehren des Landkreises Trier- Saarburg und Bitburg- Prüm „Eine aktuelle Gefährdung für die Bevölkerung besteht nicht, aber wir empfehlen auf den Verzehr von Fischen und Gebrauch von Flusswasser derzeit zu verzichten“ mahnt der stellv. Kreisfeuerwehrinspekteur Willi Schlöder.
Der Einsatz der deutschen Feuerwehren, die in einer Gesamtstärke von 120 Kräften aus Trier- Saarburg und Bitburg- Prüm im Einsatz waren, endete um 21:30 Uhr.

(Blaes)