Operationen werden mithilfe der 4K-Kamera- und Bildschirmsysteme noch sicherer für die Patienten. Foto: Michaela Hellmann, Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen

Jedes noch so kleine Detail rund um die Galle und das Organ selbst sind auf drei großen Bildschirmen zu sehen. Es sind keine Filmaufnahmen, sondern Live-Bilder, die eine 4K-Kamera aus dem Bauchraum des Patienten liefert. Auf drei großen Bildschirmen kann das ganze OP-Team jeden „Handgriff“ verfolgen, den Prof. Dr. med. Pan Decker mit den OP-Instrumenten unternimmt. „Live-Bilder aus dem Bauchraum mithilfe einer Kamera sind schon seit einigen Jahren möglich“, sagt Decker. „Doch mit dem 4K-System ist die Auflösung deutlich besser.“ Die Auflösung von 4K entspricht 4096 mal 2180 Pixeln und kommt so auf eine Größe von fast 9 Megapixeln. Das ist eine viermal höhere Auflösung als Full HD.

Seit kurzem sind alle OP-Säle im Klinikum Mutterhaus am Standort Mitte mit 4K-Kamera- und Bildschirmsystemen ausgestattet, die den Patienten durchweg Vorteile bieten, wie Decker weiß: „Der Operateur kann besser Strukturen erkennen. Dadurch lassen sich Blutungen vermeiden und der Eingriff wird deutlich sicherer für den Patienten.“

Auch die Qualität der Operationen steigert sich deutlich: „Mithilfe des hochauflösenden Bildes können wir selbst kleinste  Veränderungen erkennen. Und der erweiterte Farbraum erleichtert es, gesundes von krankem Gewebe zu unterscheiden. Außerdem sind die Monitore frei beweglich, was für den Operateur komfortabler ist.“ So kann der Chirurg noch exakter arbeiten und die Erfolgschancen des Eingriffs steigen.

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