Trier. Die City-Initiative Trier, als Interessenvertreter der Trierer Händler, Hotels und Gastronomen, war zumindest genauso erstaunt über die getroffenen Aussagen von Gereon Haumann, dem Präsidenten des DEHOGA Rheinland-Pfalz, wie viele andere Menschen auch.

Laut einem Artikel im Trierischen Volksfreund sprach sich Herr Haumann dafür aus, dass Luxemburger Kundschaft nur mit einem aktuellen negativen Corona Test bewirtet und beherbergt werden sollen.

Der 1. Vorsitzenden der CIT, Patrick Sterzenbach äußert sich dazu „Viele Luxemburger fühlten sich sicherlich persönlich getroffen, wenn nicht gar gekränkt. Die Kommentare in den sozialen Medien ließen zumindest darauf schließen.

Üblicherweise sollte es in der besonders schwierigen Lage, in der sich wohl die Mehrheit der Bevölkerung zurzeit befindet, darum gehen, sich gegenseitig zu stärken und zu unterstützen. Und sicherlich nicht darum, liebgewonnene Nachbarn zu verprellen.

Dass das Robert-Koch-Institut Luxemburg zum Risikoland erklärt hat, ist hinlänglich bekannt, egal wie man persönlich zu den Vorgaben und den Kriterien, die herangezogen werden, stehen mag.

Auch die Trierer Händler und Gastronomen müssen sich an die daraus resultierenden Vorschriften halten. Wir möchten jedoch unsere Luxemburger Freunde, Gäste und Kunden wissen lassen, dass sie in Trier herzlich willkommen sind.“

DEHOGA Präsident Haumann äußert sich in einem Schreiben an den Landrat Joachim Streit

In einem Statement an Landrat Joachim Streit sagt der DEHOGA Präsident Haumann: „Ich habe NICHT gefordert, dass Gäste aus Luxemburg vor einem Restaurantbesuch einen negativen Corona-Test vorlegen müssen, sondern dass Gäste solange Luxemburg im Sinne der Pandemie ein sog. ,RIsiko-Gebiet‘ ist, nur in Hotels beherbergt werden dürfen, wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Ich habe auch KEINEN neuen Vorschlag unterbreitet wie mit dem sog. ,RIsiko-Gebiet‘ Luxemburg umgegangen werden soll.

Zu keiner Zeit wollte ich die Luxemburger Bevölkerung diskreditieren oder die deutsch-luxemburgische Freundschaft in Frage stellen. Ganz im Gegenteil freuen wir uns über unsere luxemburgischen Gäste. Daher habe ich ja ausdrücklich darauf hingewiesen, dass wir die Luxemburger gerne als Gäste beherbergen, wenn Sie uns – wie alle Gäste aus anderen ,Risikogebieten’ – einen negativen Test vorlegen. Es ging auch nie um Restaurantbesucher.“

  • Text: Info der City- Initiative Trier und Facebook Landrat Joachim Streit