Trotz steigender Zahlen von Coronainfektionen und der drohenden Folgen scheint der Ernst der Situation und die Verantwortung füreinander noch immer nicht überall angekommen zu sein.

Alarmiert durch Anwohner und besorgte Eltern trafen die Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Trier vorletzte Nacht gegen 3 Uhr in einem sogenannten Partyraum, unweit des Schützenhauses in Trier-Feyen, auf eine Partygesellschaft von weit mehr als 100 Personen. Ungeachtet der geltenden Coronavorschriften und unter Missachtung jeglicher Vorsichtsmaßnahmen feierten diese lautstark eine Fete.

Beim Eintreffen der Polizei flüchtete, offensichtlich vom schlechten Gewissen getrieben, eine Vielzahl der Gäste in den nahegelegenen Wald.

Dennoch konnten die Beamt*innen die Personalien von mehr als 70 Jugendlichen und jungen Erwachsenen, vorrangig aus dem Raum Trier, Konz, Bitburg und Luxemburg, sowie einige Kennzeichen abgestellter Fahrzeuge feststellen. Ein Verantwortlicher gab sich jedoch nicht zu erkennen.

Aufgrund der vorgefundenen Zustände beendete die verantwortliche Einsatzleiterin die Feier, die Musikanlage wurde sichergestellt.

Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Veranstaltung möglicherweise einen kommerziellen Charakter hatte.

Die Polizei wird weitere Ermittlungen zu den Hintergründen und den Verantwortlichen durchführen. Ihre Erkenntnisse werden der zuständigen Stadtverwaltung Trier zur Einleitung entsprechender Ordnungswidrigkeitsverfahren sowie weiterer rechtlicher Schritte gegen die Verantwortlichen und die Teilnehmer zugeleitet.

Die Polizeiinspektion Trier bittet in diesem Zusammenhang um Zeugenhinweise unter der Telefonnummer 0651/9779-3200.