Symbolfoto Polizei Trier

Trier. In gleich zwei voneinander unabhängigen Fällen leitete die Polizei Trier am Montag, 07.09.2020 Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der Volksverhetzung ein.

  1. Fall: Hier hatte ein Lkw-Fahrer in einem Trierer Neubaugebiet seine Ladung an einer Baustelle abzuliefern. Aufgrund der beengten Verhältnisse musste er dafür sein Fahrzeug am Fahrbahnrand abstellen, um die schwere Fracht mittels Kran vom Fahrzeug zu hieven. Die wenig frequentierte Straße wurde dadurch kurzfristig unpassierbar. Einem dahinter wartenden weiteren Lkw-Fahrer ging der Vorgang anscheinend nicht schnell genug, sodass er ausstieg und den arbeitenden Mann körperlich attackierte. Dieser konnte jedoch einem gezielten Schlag ausweichen. Im weiteren Verlauf musste sich der Geschädigte aufs Übelste beschimpfen lassen, wobei inhaltlich der Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt sein könnte. Der Tatverdächtige ist derzeit noch nicht identifiziert, allerdings sollte er anhand der vorliegenden Erkenntnisse schnell ermittelt werden können.
  2. Fall: Gleich den ersten Tag in Freiheit nach einer Haftstrafe nutzte im zweiten Fall ein 57 jähriger, um dieses Ereignis ordentlich mit viel Alkohol zu begießen. So in Stimmung ging er am späten Abend in einem Trierer Höhenstadtteil an einem Haus vorbei, welches vornehmlich von Personen mit Migrationshintergrund bewohnt wird und äußerte lautstark seinen Unmut über die Bewohner und deren Herkunft. Ein deutscher Anwohner aus der Nachbarschaft fasste sich kurzentschlossen ein Herz, stellte den Pöbler zur Rede und alarmierte die Polizei. Selbst nach dem Erscheinen der Einsatzkräfte ließ sich der Mann nicht beruhigen, sodass als Konsequenz seine erste Nacht im eigenen Bett noch auf sich warten lassen muss.

Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zu den beschriebenen Fällen machen können, sich unter 0651-9779/3200 mit der PI Trier in Verbindung zu setzen.