Mögliche Abschaffung der Inzidenz-Werte als Richtwert

Das Corona-Kabinett der Bundesregierung hat sich offenbar für die Abschaffung der Infektions-Inzidenzwerte als Richtwert ausgesprochen. Zukünftig sei neuer wesentlicher Indikator

Coronavirus, Symbolbild

Das Corona-Kabinett der Bundesregierung hat sich offenbar für die Abschaffung der Infektions-Inzidenzwerte als Richtwert ausgesprochen. Zukünftig sei neuer wesentlicher Indikator für die Belastung des Gesundheitssystems, wie hoch die Hospitalisierung sei, hieß es in Regierungskreisen. Die Regierung wolle den Fraktionen einen entsprechende Formulierungshilfe für die Änderung im Infektionsschutzgesetz vorlegen. Noch vor der Bundestagswahl könne ein entsprechender Vorschlag für eine Gesetzesänderung vorliegen.

Hospitalisierung als neuer Richtwert?

Die Richtwerte der Sieben-Tage-Inzidenzwerten von 35, 50 oder 100, die bislang über Einschränkungen des öffentlichen Lebens bestimmt haben, könnten demnach wegfallen.
Im Vorfeld hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bereits dafür ausgesprochen, die Messgröße des Inzidenzwerts von 50 aus dem Infektionsschutzgesetz zu entfernen. „Der neue Parameter ist dann die Hospitalisierung„, so der Gesundheitsminister am Morgen im ZDF-Morgenmagazin. Damit ist die Anzahl der Corona-Erkrankten gemeint, die im Krankenhaus liegt.