„Alarmstufe des Notfallplan Gas“ für Deutschland ausgerufen

Die Bundesregierung hat am Vormittag die Alarmstufe "Gas" für ganz Deutschland ausgerufen.
Symbolbild: Unsplash/ Doris Morgan
Symbolbild: Unsplash/ Doris Morgan

Der Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) ist um 10 Uhr vor die Kamera getreten und hat verkündet, dass die Alarmstufe „Gas“ für Deutschland ausgerufen wurde. Die reduzierten Gaslieferungen von Russland nach Deutschland und die anhaltenden hohe Preise machten eine solche Entscheidung notwendig. Die Alarmstufe ist die zweite von drei Stufen. Bisher hat die Frühwarnstufe gegolten. Die höchste Stufe 3 ist die Notfallstufe.

Alarmstufe: Der Markt ist noch selbstständig zum handeln

Die Alarmstufe bedeutet, dass eine Störung der Gasversorgung vorliegt. Aktuell die angebliche notwendige Reduzierung des Gases, aufgrund Reparaturarbeiten an der Pipeline von Russland kommend. Zudem ist die Nachfrage derzeit außergewöhnlich hoch. Dies führt zu einer Verschlechterung der Gasversorgung in Deutschland. Hier ist aber der Markt noch selbstständig in der Lage, die hohe nachfrage zu bewältigen, ohne dass eingegriffen werden müsste.

Notfallstufe: Der Staat muss eingreifen, die Bundesnetzagentur muss handeln

Die letzte Stufe: Notfallstufe tritt in Kraft, wenn die Lage sich weiter verschlechtert hat und die Nachfrage ungebrochen hoch ist. Weiterhin wenn die Gasversorgung erhebliche Störungen erleidet. Dann muss der Staat eingreifen, um besonders geschützte Kunden mit der Gasversorgung sicherzustellen. Die Bundesnetzagentur wird dann als Verteiler des Gases eingesetzt. Zu den geschützten Kunden gehören: Private Haushalte, Versorgungszentren wie Krankenhäuser und Seniorenheime und Gaskraftwerke.

„Gas ist von nun an ein knappes Gut“

Aktuell sei die Versorgungssicherheit aber noch geleistet. „Die Lage ist ernst“, erklärte Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) in Berlin, „Wir haben in Deutschland eine Störung der Gasversorgung. Gas ist von nun an ein knappes Gut“, sagte Habeck weiter.

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