Autofahrer aufgepasst: Aktuell besonders viele Wildtiere unterwegs

Aktuell ist die Gefahr für Verkehrsteilnehmer:innen, mit einem Wildtier zusammenzustoßen, besonders hoch - vor allem in ländlich geprägten Gegenden wie im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Deshalb gibt Kreisjagdmeister Gerd Grebener Tipps:
Symbolbilder: Pixabay
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Weil derzeit die ersten Äpfel und Zwetschgen in den Streuobstwiesen fallen, werden Wildschweine von den „Leckerbissen“ angezogen. Rehwild ist ebenfalls häufiger auf den Straßen zu beobachten – auch tagsüber. Weil die Paarungszeit der Rehe jetzt auf dem Höhepunkt ist, müssen Autofahrerinnen und -fahrer vermehrt mit Wildwechsel rechnen, erklärt Kreisjagdmeister Gerd Grebener und weist auf die „starke Zunahme von Wanderbewegungen beim Wild“ hin.

Wildunfälle vermeiden

Die Tiere überqueren besonders häufig in Waldabschnitten, an Feldrändern und Wiesen die Straßen, vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung sowie bei Nacht und Nebel. Verkehrsteilnehmer:innen wird daher geraten, besonders in der Nähe von Wäldern das Tempo zu drosseln.

Wildtiere können die Geschwindigkeit von Autos nicht einschätzen und warten nicht am Fahrbahnrand, bis das Auto vorbeigefahren ist. Selbst wenn das Tier am Straßenrand steht, kann es sein, dass es unmittelbar vor das fahrende Auto auf die Straße springt. Daher ist hier besondere Vorsicht geboten: die Geschwindigkeit sollte so gewählt werden, dass bei einem plötzlich auftretenden Tier jederzeit gebremst werden kann. Achtung: Wildtiere sind meist nicht alleine unterwegs, mit Nachzüglern muss gerechnet werden.

Richtiges Verhalten nach einem Wildunfall

  • Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anziehen und Unfallstelle absichern. Das gilt auch, wenn das Tier verletzt geflüchtet ist.

  • Rettungsdienst rufen und Erste Hilfe leisten, falls Personen verletzt wurden.

  • Auch ohne Verletzte muss die Polizei (110) verständigt werden – genauen Standort durchgeben.

  • Verletzte Tiere nicht anfassen! Eindeutig tote Tiere können mithilfe von Handschuhen zum Fahrbahnrand gezogen werden, um Folgeschäden zu vermeiden.

Pressemitteilung Eifelkreis Bitburg-Prüm (28.07.2022), Eigener Bericht