Behelfsbrücke des THW wurde auf die L 39 an der „Kyll“ gehoben

Nach der schweren Flut im Juli ist die Brücke an der L 39 bei Röhl eingestürzt. Nun wurde eine Ersatzbrücke am Samstagmorgen eingehoben. Viele Schaulustige verfolgten die Aktion.

Florian Blaes/ newstr

Mit einer Gesamtlänge von 32,49 Metern, einer Breite von 5,34 Metern und dem Einhubgewicht von 48 Tonnen wurde eine Behelfsbrücke über die L 39 zwischen Speicher und Röhl am frühen Samstagmorgen (25.09.2021) gehoben. Unter den Augen von etwa 50 Schaulustigen die gekommen waren, konnte um kurz nach 9 Uhr das Anheben beginnen. Die Brücke ist einspurig und kann mit einer Nutzlast von 30 Tonnen, voraussichtlich ab Ende kommender Woche, befahren werden.

Viel Arbeit im Vorfeld 

Im Vorfeld haben seit Mittwoch jeden Tag immer um die 40 Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks das Brückenbauwerk auf der Röhler Seite des Flusses „Kyll“ vorbereitet und zusammengebaut. Insgesamt wurden hier nach Informationen des THW 1810 Schrauben und 3781 Einzelteile zusammengesetzt. Mit einem 650 Tonnen schweren Kran, der auch zwei Tage durch eine Firma aufgebaut wurde, konnte dann die Brücke am Samstag eingehoben werden.

Freigabe wohl Ende kommender Woche 

Im dichten Nebel hob sich die Brücke nach und nach über die Baumkronen und konnte schließlich Milimeter genau an der Stelle eingesetzt werden, die für den Einhub vorbereitet wurde. Kurz zuvor wurden in die Löcher noch kleine Mengen Flüssigbeton eingegossen. Es brauchte etwa eine halbe Stunde bis die Brücke schließlich an ihrer Position war. Wenn alle Arbeiten ausgeführt sind, kann diese dann mit einer Ampelschaltung wechselseitig für den Verkehr freigegeben werden. Folglich müssen noch die Anbindungen von Straße zur Brücke asphaltiert werden und Gerüste abgebaut werden.

THW aus ganz RLP im Einsatz 

Beim Jahrtausendhochwasser stürzte diese Brücke in den Fluten ein, seither ist diese Verbindung unterbrochen. Besonders für den Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) bedeutete es im Einsatzfall, dass er immer weite Umwege in Kauf nehmen musste, was am Ende auch Zeit kostete.

Im Gesamteinsatz waren Helfer des THW aus Bad Kreuznach, Neustadt an der Weinstraße und Bitburg. Zudem der LBM, Ingenieure, Betonbauer und Firma Steil.

 

 

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