Blutkonserven knapp: Dringend Blutspender gesucht

Angesichts mangelnder Vorräte ruft das Deutsche Rote Kreuz bundesweit dringend zu Blutspenden auf. In den Blutbänken herrsche aktuell großer Mangel, dabei werde gerade jetzt genügend Blut in den Krankenhäusern benötigt.
Derzeit werden dringend Blutspender:innen gesucht. Foto: DRK-Blutspendedienst West
Derzeit werden dringend Blutspender:innen gesucht. Foto: DRK-Blutspendedienst West

Blutkonserven knapp

Aufgehobene Corona-Beschränkungen und die damit verbundene höhere Mobilität der Menschen sowie Feiertage und Ferien wirken sich nachhaltig negativ auf die Blutspendebereitschaft aus. Bereits jetzt sind die Vorräte an Blutkonserven merklich gesunken. Dabei werden nun auch durch die Pandemie verschobene Operationen nachgeholt, was den Bedarf an Blutspenden in Kliniken erhöht.

„Die Institutionen im Blutspendewesen kennen den schwankenden Verlauf über das Jahr, es gibt immer Zeiten, in denen es schwierig wird. In diesem Jahr zeigen sich die Auswirkungen jedoch schon so früh, so dass der rückläufige Aufkommenstrend jetzt dringend gestoppt werden muss“, sagt Stephan David Küpper, Sprecher des DRK-Blutspendedienstes West.

Aufruf zum Blutspenden

Wer gesund und grundsätzlich blutspendefähig ist, kann den nächstmöglichen Blutspendetermin unter www.blutspende.jetzt prüfen. Ziel sei eine kontinuierlich hohe Auslastung der angebotenen Termine in den kommenden Wochen und darüber hinaus.

Wer Blut spenden kann: 

Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 76. Geburtstag. Wer zum ersten Mal Blut spendet, darf nicht älter als 68 Jahre sein.

Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein. Auf allen angebotenen Terminen besteht eine unumgängliche Pflicht zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes (mindestens OP-Maske).

Eine Blutspende ist generell vor und nach einer (Booster-) Impfung gegen SARS-CoV-2 problemlos möglich. Bei allen derzeit in Deutschland eingesetzten Impfstoffen sei laut Paul-Ehrlich-Institut grundsätzlich keine Rückstellung bis zur nächsten Blutspende erforderlich. Wir empfehlen allerdings rein vorsorglich, nach der Impfung einen Tag bis zur Blutspende zu warten, um eventuell auftretende Nebenwirkungen abgrenzen zu können.

Darum sind Blutspenden so wichtig

Allein in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland werden täglich bis zu 3.500 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt.

Pressemitteilung DRK