Butter übersteigt 3 Euro-Marke – Ende der Preiserhöhungen noch nicht in Sicht

Die Preise in den Supermarktregalen explodieren weiter. Öl kostet mitunter knapp fünf Euro, Butter ist so teuer wie nie. Einzelne Marken haben die 3 Euro-Schwelle überschritten – und das Ende der Preissteigerungen ist noch nicht in Sicht.
Das Ende der Preissteigerungen in den Supermarktregalen sei derzeit noch nicht abzusehen. Foto: newstr
Das Ende der Preissteigerungen in den Supermarktregalen sei derzeit noch nicht abzusehen. Foto: newstr

Preise für Milchprodukte steigen enorm

Seit des Angriffs Russlands auf die Ukraine steigen neben den Preisen für Öl besonders die Preise für Milchprodukte. Gründe für die gestiegenen Preise sind neben den Auswirkungen des Krieges die drastisch gestiegenen Produktionskosten bei den Landwirten für Futtermittel, Dünger und Kraftstoff, schreibt Focus Online dazu und zitiert den Hauptgeschäftsführer des Milchindustrie-Verbands, Eckhard Heuser. „Die Preise steigen in einem Ausmaß, das habe ich noch nicht erlebt“, sagte er im April gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung. Zusätzlich sorgen unterbrochenen oder gestörte Lieferketten für steigende Preise.

Ende der Preissteigerungen noch nicht abzusehen

Wann die Teuerungswelle abnimmt, sei derzeit noch nicht abzusehen. „Die zweite Welle an Preissteigerungen kommt, und die wird sicherlich zweistellig“, sagte Josef Sanktjohanser, Präsident des Handelsverbands Deutschland im April. Nach Angaben des Milchindustrie-Verbands (MIV) werden größere Preisanpassung zum Sommer erwartet.

Die Butter kostet im Supermarkt derzeit so viel wie nie. Markenbutter von Weihenstephan beispielsweise führt die Preisliste an. Ein Päckchen (250 Gramm) der Streichzarten kostet 3,39 Euro. Andere Marken pendeln derzeit zwischen 2,19 Euro (Lätta) und 2,69 Euro (Kerrygold).

Weiterer Grund für steigende Preise: Vorratskäufe

Neben den Auswirkungen der gestiegenen Kosten in der Produktion und den gestörten Lieferketten, sorgen auch Vorratskäufe für steigende Preise. Nach Angaben des Milchindustrie-Verbands komme es zu einer „überdurchschnittliche Bevorratung“ bei Milchpulver und Butter – sowohl bei industriellen Kunden als auch bei Kunden im Supermarkt, die zu H-Milch und Co. greifen.

Artikel von Focus Online (04.05.2022), Eigener Bericht,