Corona-Regeln für Schulen und Kitas: Das ändert sich für Kinder und Lehrkräfte

An Schulen erreichen die Inzidenzen derzeit Höchststände. Der Gesundheitsminister Clemens Hoch und Bildungsministerin Stefanie Hubig informierten am Mittag, 25.01.2022, über die Quarantäneregeln an Schulen und Kitas:
Nur noch infizierte Personen müssen in Quarantäne. Die Quarantäneregelungen für die direkten Sitznachbarinnen und Sitznachbarn entfällt. Symbolbild: Unsplash/ Mira Kireeva

Gestern Abend, 24.01.2022, gab die regierende Bürgermeisterin von Berlin, Franziska Giffey, nach der Bund-Länder-Schalte bekannt, dass in Berlin die die Präsenzpflicht an den Schulen bis Ende Februar ausgesetzt wird. Anders sprach Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Sie kündigte an, dass am heutigen Dienstag, 25.01.2022, der Ministerrat über Lösungen für Schulen und Kitas in Bezug auf Quarantäne und Absonderung beraten werde.

Aktueller Corona-Stand an Schulen in Rheinland-Pfalz

Derzeit ist von insgesamt 1.590 Schulen nur eine geschlossen – die Grundschule St. Laurentius in Saarburg ist noch bis Ende dieser Woche, 28.01.2022, geschlossen. An 304 Schulen sind einzelne Klassen und ihre Lehrkräfte in Quarantäne. Unter den insgesamt 521.000 Schülerinnen und Schüler gibt es aktuell 10.302 bekannte Infektionsfälle. Bei den insgesamt 41.000 Lehrkräften wurden 576 Infektionsfälle gemeldet. (Stand 24. Januar 2022)

Schulen und Kitas offen halten

Ziel ist es, Schulen und Kitas offen zu halten. Vor allem, um Eltern entlasten zu können. Schulen hätten durch das regelmäßige Testen, die Maskenpflicht und die Hygienekonzepte ein hohes Schutzniveau, so Bildungsministerin Hubig. Trotz der Infektionen soll der Präsenzunterricht für Schülerinnen und Schüler gesichert werden.

Quarantäne nur für infizierte Personen

Weil die Impfquote an Schulen sehr hoch ist, müssen nur noch infizierte Personen in Quarantäne. Das soll verhindern, dass „zu viele gesunde Schülerinnen und Schüler zuhause bleiben.“ Demnach entfällt die Quarantäneregelungen für die direkten Sitznachbarinnen und Sitznachbarn. Was beibehalten wird, ist die Testung an fünf aufeinanderfolgenden Schultagen für die gesamte Lerngruppe der positiv getesteten Person.

Als weitere Sicherheitsmaßnahme werden  die anlasslosen Testungen von bisher zwei auf jetzt drei Testungen pro Woche hochgefahren, kündigte Bildungsministerin Hubig an. Die Regelungen gelten zunächst bis zu den Winterferien, die am 21. Februar 2022 beginnen.

Regelungen für Kitas

Kitas haben die Besonderheit, dass noch kein Impfstoff für Kinder unter fünf Jahre zugelassen ist, erklärt die Bildungsministerin. Allerdings sei die Impfquote beim Kita-Personal sehr hoch, zudem tragen die Betreuerinnen und Betreuer Masken. Im Infektionsfall werden sich als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme weiterhin auch unmittelbare Kontaktpersonen absondern müssen. Sofern die Eltern ein negatives PoC-Testergebnis ihres Kindes vorlegen können, dürfen sie ihr Kind am folgenden Tag wieder in die Kita bringen. Das setzt voraus, dass sich keine Symptome einer Erkrankung zeigen.

Gemeinsam mit dem Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung prüfe man zudem, ob und wie man Kindertagesstätten bei der Organisation der freiwilligen anlasslosen Testungen stärker unterstützen könne. Bereits jetzt kooperieren viele Kindertagesstätten mit Testzentren bzw. mit mobilen Testteams.