Einigung im Tarifstreit der GDL und Deutschen Bahn

Bahnreisende sowie Pendlerinnen und Pendler können aufatmen: Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und die Deutsche Bahn haben in ihrem Tarifstreit

Vor Fahrtantritt wird empfohlen, die Verbindung zu überprüfen. Bild: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben

Bahnreisende sowie Pendlerinnen und Pendler können aufatmen: Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und die Deutsche Bahn haben in ihrem Tarifstreit eine Einigung erzielt. Nach drei Streikrunden wurde eine gemeinsame Lösung gefunden.

Zuletzt forderte die GDL 3,2 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von 28 Monaten sowie eine Corona-Prämie von 600 Euro. Die Bahn bot dagegen an, die Tariferhöhung über 36 Monaten zu strecken. Zudem sollte es eine Corona-Prämie je nach Lohngruppe von 400 bis 600 Euro geben.

Einigung der GDL und DB

Es sei ein guter Kompromiss ausgehandelt worden, sagte GDL-Vorsitzender Claus Weselsky in der Pressekonferenz am Morgen, 16. September 2021. Die Einigung sieht unter anderem vor, dass der Zusatzversorgungstarifvertrag für alle Eisenbahnerinnen und Eisenbahner fortgeführt wird. Dies sei ein wichtiger Meilenstein im Gesamtgefüge gewesen.
Eine erste Einkommenserhöhung erfolgt im Dezember 2021 um 1,5 Prozent sowie die Auszahlung von Corona-Prämien in Höhe von 400 bis 600 Euro, je nach Einkommensgruppe.
Außerdem wird es eine zweite Corona-Beihilfe in Höhe von 400 Euro für alle Mitarbeitenden geben. Diese wird im März 2022 ausgezahlt. Ebenso erfolgt eine zweite Einkommenserhöhung von 1,8 Prozent zum 1. März 2023. Die Laufzeit, über die lange diskutiert wurde, liegt nun bei 32 Monaten. Der Kompromiss an dieser Stelle sei nicht einfach gewesen, aber die Deutsche Bahn ist den Forderungen der GDL mit Corona-Prämien entgegen gekommen.

Guter Kompromiss für beide Parteien

Insgesamt hat man sich also auf eine Lohnerhöhung von 3,3 Prozent in zwei Stufen bei einer Laufzeit von 32 Monaten geeinigt sowie die Auszahlung von zwei Corona-Prämien.