Elf Erkrankte aus Ukraine eingetroffen – Patienten werden in ganz Deutschland verteilt

Deutschland nimmt Patientinnen und Patienten aus der Ukraine auf. Sie werden nach dem sogenannten Kleeblattkonzept verteilt, das Bund und Länder während der Corona-Pandemie entwickelt haben. So gelangen die Patientinnen und Patienten in Krankenhäuser in ganz Deutschland und werden nun dort behandelt.
Aufnahme der Patientinnen und Patienten am Flughafen in Polen aufgenommen. Bildquelle: Bundeswehr
Aufnahme der Patientinnen und Patienten am Flughafen in Polen aufgenommen. Bildquelle: Bundeswehr

11 Menschen ausgeflogen 

Gestern ist ein Transport aus der Ukraine mit elf verwundeten und erkrankten Personen und drei Begleitpersonen in Deutschland gelandet, von wo aus die Patientinnen und Patienten auf Krankenhäuser in Deutschland verteilt wurden.

Bei der Verlegung von Patientinnen und Patienten, die im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine medizinische Behandlung benötigen, nutzen Bund und Länder die Strukturen des bereits etablierten Kleeblattkonzepts. Es wurde im Frühjahr 2020 im Rahmen der Corona-Pandemie erarbeitet und regelt die Verteilprozesse in Bund und Ländern.

Bundeswehr übernimmt Hilfe 

Im Auftrag des Bundes nimmt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) Hilfegesuche der Ukraine oder Anrainerstaaten bilateral und maßgeblich über den Katastrophenschutzmechanismus der Europäischen Union auf. Zusätzlich zu den fünf bestehenden Kleeblattregionen in Deutschland ist das BBK das sechste Kleeblatt und vermittelt Patientinnen und Patienten aus der Ukraine. Die Verteilung der Patientinnen und Patienten erfolgt dann gemeinsam mit den Kleeblattpartnern.

Mitglieder sind Vertreterinnen und Vertreter der Länder, des Arbeitskreises für Feuerwehrangelegenheiten, Rettungswesen und zivile Verteidigung der Innenministerkonferenz (AK V), des Bundesgesundheitsministeriums, des Bundesinnenministeriums, des Bundesministeriums der Verteidigung, des BBK, des Robert-Koch-Instituts und der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden.

Spezielle Rettungsmittel kommen zum Einsatz 

Die Planungen und die Verlegungen erfolgen zeitnah und unter der gebotenen größtmöglichen ärztlichen Sorgfalt und medizinischem Niveau. Zur Verlegung kommen speziell ausgestattete Rettungsmittel, wie beispielweise Intensivtransportwagen (ITW), Rettungshubschrauber, Ambulanzflugzeuge und ein A 310 MedEvac Flugzeug der Bundeswehr zum Einsatz. Diese Verlegungen helfen bei der Entlastung von Krankenhäusern in den besonders stark betroffenen Regionen.

BKK