Faktencheck: Wahlkreis 202 – Bitburg

Der Wahlkreis 202 umfasst den Eifelkreis Bitburg-Prüm, den Vulkaneifelkreis sowie die Stadt Wittlich und Teile des Landkreises Bernkastel-Wittlich. Für den Wahlkreis Bitburg treten zehn Direktkandidierende an.

Pro Wahlkreis zieht die oder der Direktkandidierende mit den meisten Stimmen in den Bundestag ein. Sie werden über die Erststimme gewählt – und vertreten ihre Region im Bundestag. In Bitburg stehen zehn Kandidierende zur Wahl.

Wahlbeteiligung

Die Wahlbeteiligung zur Bundestagswahl 2017 lag im Wahlkreis Bitburg bei insgesamt 77,1 Prozent. Von 164.480 Wahlberechtigten haben vor vier Jahren 126.879 Menschen gewählt. In ganz Deutschland lag die Wahlbeteiligung 2017 bei 76,2 Prozent.

Die Kandidierenden

Bisher konnte er das Direktmandat immer direkt gewinnen und sitzt seit 2009 im Bundestag: der CDU-Bundestagsabgeordnete Patrick Schnieder (53). Der Morgenläufer beherrscht nicht nur den Frühsport, sondern auch seine Social-Media-Präsenz. 2017 wurde er mit 51,2% der Stimmen gewählt.

Für die SPD tritt die Lena Werner (26) aus Wittlich an. Sollte die 26-Jährige das Direktmandat für sich gewinnen, ist sie die erste Frau der SPD mit einem Direktmandat im Wahlkreis 202. Ihr liegt besonders am Herzen, ein Vorbild für junge Menschen zu sein, besonders für Mädchen und Frauen.

Die Grünen Direktkandidatin ist Dorothea Hafner (53), sie ist die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag des Vulkaneifelkreises. Der staatlich geprüften Betriebswirtin liegen Gesundheit und Pflege, Kinder und Familie sowie Wohnen und Soziales am Herzen.

Der Politikwissenschaftler Ralf Berlingen (53) tritt für die FDP an. Er ist bereits seit 1989 bei der FDP und seit 20 Jahre erfolgreicher Betriebsleiter eines Hotels. Er möchte vor allem die Fertigstellung der Autobahn 1 vorantreiben und den Fokus auf Infrastruktur und Mobilität legen sowie Gesundheit und Pflege legen.

Petra Fischer (49) tritt für die Freien Wähler an. Die Vertriebsmitarbeiterin ist seit 2014 Ortsbürgermeisterin in Oberkail, Eifelkreis Bitburg-Prüm. Ihre Schwerpunkte liegen bei der Digitalisierung und Bildung der Kinder. Vor allem die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und ehrenamtliches Engagement liegen ihr am Herzen sowie Klimaschutz und die Verbesserung des ÖPNV.

Der Direktkandidat für die Linke ist Manuel Eppers (34). Für die Region wünscht er sich vor allem mehr Investition in den ländlichen Raum und den ÖPNV. Zudem ein gerechteres Steuersystem durch die Einführung einer Vermögensabgabe und einer Vermögenssteuer.

Die Buchhändlerin Beate Härig-Dickersbach (64) vertritt die AfD. Ihre Kernpunkte liegen in der Unterstützung der Landwirtschaft und Landwirte, ebenso in der „Entideologisierung der Gesellschaft“ und dem Ausbau des ÖPNV. Für das Land wünscht sie sich die dauerhafte Wiedereinführung von Grenz- und Passkontrollen sowie die Bekämpfung der Eurokratie.

Christoph Lutz (30) tritt für dieBasis an. Er ist der Partei beigetreten, weil die vier Säulen „Freiheit, Achtsamkeit, Machtbegrenzung und Schwarmintelligenz“ seine Ideale widerspiegeln. Er strebt eine bessere Finanzpolitik an, um mehr Geld in den Staat, Schulen und Gesundheitssystem investieren zu können.

Für die ÖDP tritt Clemens Ruhl (52) an. Die Politik soll die „Schöpfung für  für die Nächsten bewahren“, bisher fehlte der politische Weitblick. Ruhl setzt sich besonders für Themen wie Klimaschutz und den Ausbau der Infrastruktur im ländlichen Raum ein, um der Abwanderung vom Land in die Städte entgegenzutreten.

Die PARTEI schickt Markus Riebschläger (51) ins Rennen. Die 2004 gegründete Partei gilt als Satirepartei – und das zeigt sich im Wahlprogramm: „Schwarzfahren muss bezahlbar bleiben“, die Elite muss gefördert werden, bedingungsloses Grundeinkommen und eine Vermögensobergrenze von zehn Millionen Euro.