Film über Ramstein-Unglück will Opfer in den Mittelpunkt stellen

Vor 34 Jahren kam es bei einer Flugschau auf der US-Airbase Ramstein zu einer Tragödie: 70 Menschen starben an diesem Tag. Ende Oktober erscheint ein Film, der kein klassischer Katastrophenfilm sei.
Der Gedenkstein mit den Namen der Opfer der Katastrophe der Flugschau auf der Airbase Ramstein. 70 Menschen kam bei der Flugschau ums Leben. Foto: picture alliance/dpa | Oliver Dietze
Der Gedenkstein mit den Namen der Opfer der Katastrophe der Flugschau auf der Airbase Ramstein. 70 Menschen kam bei der Flugschau ums Leben. Foto: picture alliance/dpa | Oliver Dietze

Film über Tragödie bei Flugschau auf der Airbase

Die Flugschau-Katastrophe auf der US-Airbase Ramstein 1988 mit 70 Toten kommt am 26. Oktober mit dem Titel „Ramstein – Das durchstoßene Herz“ ins Fernsehen (20:15 Uhr, ARD). Zur Info: Bei der der Flugfigur „Durchstoßenes Herz“ kam es damals zum tragischen Unfall.

Das „sensible Drama“ setze nicht wie klassische Katastrophenfilme auf Effekte, sondern stelle die Opferperspektive konsequent in den Mittelpunkt, sagte Barbara Biermann, Hauptabteilungsleiterin Film und Doku beim SWR, am Mittwoch. „Der Film nimmt uns an die Hand, den Weg mit den Opfern mitzugehen.“

Manfred Hattendorf, Abteilungsleiter Film und Planung beim SWR, sagte, der Film wolle die Betroffenen „nicht nur zu Wort, sondern auch zu ihrem Recht kommen lassen“. Um einer Retraumatisierung bei Betroffenen entgegen zu wirken, werde während des Films eine Beratungshotline geschaltet.

Flugschau-Unglück von Ramstein vor 34 Jahren

Bei der größten Flugtagkatastrophe in Deutschland starben am 28. August 1988 auf dem US-Militärstützpunkt Ramstein (Rheinland-Pfalz) 70 Menschen, mehr als 350 wurden schwer verletzt. Bei Vorführungen an einem Tag der offenen Tür stießen drei Flugzeuge einer italienischen Kunstflugstaffel in rund 40 Metern Höhe zusammen. Eine Maschine stürzte brennend in die Menschenmenge und explodierte.

Regie führt Kai Wessel, das Drehbuch stammt von Holger Karsten Schmidt. Vor der Kamera stehen unter anderem Elisa Schlott und Jan Krauter sowie Trystan Pütter und Max Hubacher. Gedreht wurde in Belgien.

Deutsche Presse-Agentur