Friedenskundgebung zum „Antikriegstag“ auf dem Kornmarkt in Trier

Die Arbeitsgemeinschaft Frieden (AGF) und der Deutscher Gewerkschaftsbund Trier (DGB) haben gemeinsam zur Kundgebung am Mittwochnachmittag, 1. September 2021, um

Florian Blaes/ newstr (14)

Die Arbeitsgemeinschaft Frieden (AGF) und der Deutscher Gewerkschaftsbund Trier (DGB) haben gemeinsam zur Kundgebung am Mittwochnachmittag, 1. September 2021, um 17 Uhr auf den Kornmarkt in Trier eingeladen.

Politik muss handeln

James Marsh (DGB) und Markus Pflüger (AGF) machten in Redebeiträgen aufmerksam, dass die Bundesregierung in der Pflicht steht, für Abrüstung und Frieden zu sorgen.
„Deshalb nehmen wir die nächste Bundesregierung in die Pflicht: Wir erwarten von allen an der Regierung beteiligten Parteien, dass sie klar Position beziehen – für Abrüstung und Entspannung sowie Klimaschutz.“ Es gab weitere Redebeiträge von Prof. Karl Hans Bläsius zur Atomkriegsgefahr, Jerome Frantz, Gewerkschaftssekretär NGG Trier und Fridays for Future zu Krieg & Klima.

Mohamed Kushari sowie die Trommelgruppen PALONGO Ehrang & NABAYA Trier-Nord umrahmten das Programm musikalisch. Weiterhin gab es einen Informationsstand mit Flyer und Broschüren und Unterschriftenaktionen, unter anderem für den Abzug der Atomwaffen in Büschel. Mehr als 50 Menschen sind mit Fahnen und Banner zur Kundgebung gekommen. Immer wieder blieben Passanten stehen und hörten zu.

Aufruf zur Mahnung 

Der Aufruf lautete: „Für uns ist der Antikriegstag ein besonderer Tag der Mahnung: Nie wieder Krieg – Nie wieder Faschismus! Er ist für uns ein Tag des Erinnerns daran, dass Deutschland angesichts der Menschheitsverbrechen der Nazis besondere Verantwortung für den Frieden trägt. Für uns steht fest: Wenn wir künftig friedlich und sicher zusammenleben wollen, brauchen wir eine Politik, die auf Abrüstung und Entspannung setzt, statt auf Aufrüstung und Abschreckung. Und wir brauchen eine Bundesregierung, die sich dafür mit aller Entschlossenheit einsetzt. Die Weichen dafür werden bei der Bundestagswahl gestellt.

Die Bilanz der aktuellen Bundesregierung ist ernüchternd. Deutschland steht auf dem siebten Platz der Länder mit den größten Rüstungsausgaben. Unter den Top-Ten-Staaten weist der deutsche Verteidigungshaushalt mit einem Plus von über 5% die größten Zuwachsraten auf. Für das laufende Jahr liegt er bei knapp 47 Mrd. Euro. Und wenn es nach der scheidenden Bundeskanzlerin ginge, sollte Deutschland bis 2030 die NATO-Zielvorgabe erfüllen und 2% des BIP für Verteidigung ausgeben. Dies entspräche einer weiteren Erhöhung des Wehretats um mehr als 20 Mrd. Euro.“