Galeria Karstadt Kaufhof in Trier steht wohl vor dem Aus

131 Warenhäuser von Galeria Karstadt Kaufhof gibt es noch in Deutschland. Seit Jahren kämpft der Konzern ums Überleben. Bis zu 60 Filialen sollen geschlossen werden - darunter Trier.
Die Kaufhof Filiale in Essen ist geschlossen. Offenbar stehen auch Trier und Saarbrücken vor dem Aus. Foto: picture alliance/dpa | Alexander Blum
Die Kaufhof Filiale in Essen ist geschlossen. Offenbar stehen auch Trier und Saarbrücken vor dem Aus. Foto: picture alliance/dpa | Alexander Blum

Galeria Karstadt Kaufhof in der Krise

Der letzte große deutsche Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof steckt seit Jahren in der Krise. Die mehr als 17.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten eigentlich Ende Januar endlich Gewissheit darüber haben, ob und wie es für die in der Zukunft weitergeht. Doch in einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) heißt es, erst im März würde bekannt geben, wie viele und welche der verbliebenen 131 Filialen geschlossen werden.

Bereits Ende Oktober 2022 stellte  der Warenhauskonzern den Insolvenzantrag. Das war der zweite innerhalb von zweieinhalb Jahren. Bis Ende Januar soll dem Amtsgericht Essen lediglich ein Insolvenzplan vorgelegt, berichtet die SZ weiter.

60 Filialen droht das aus

Aus Unternehmerkreisen habe die Süddeutsche Zeitung erfahren, dass es auf etwa 60 Filialen hinausläuft, die geschlossen werden sollen. Besonders betroffen seien sogenannte Doppelstandorte, wo zwei Kaufhäuser in mehr oder weniger großer Nähe zueinander liegen – dazu zählen Trier und Saarbrücken.

Steht Trier vor dem Aus?

Bestätigt ist die Schließung des Warenhauses in Trier noch nicht. Allerdings heißt es im Bericht der SZ in diesem Zusammenhang, dass die Zahl der Doppelstandorte „signifikant reduziert“ werde. Laut der Süddeutschen gehören die Kaufhäuser in Bayreuth, Chemnitz, Cottbus, Göttingen, Kiel, Landshut, Lörrach, Lübeck, Münster, Nürnberg, Paderborn, Reutlingen, Saarbrücken, Siegburg, Speyer, Trier und Wiesbaden zu den Häusern, die geschlossen werden.

Laut Bericht gibt es aber auch Standorte, die als „sicher“ gelten. Dazu gehören Aachen, Bonn, Braunschweig, Bremen, Dresden, Kassel, Mannheim und Würzburg. Endgültig Klarheit, welche Standorte geschlossen werden, wird es für die rund 17.400 Beschäftigten und ihre Kundinnen sowie Kunden wohl aber im März geben.

Offenbar wird das Kaufhaus in Trier geschlossen. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Harald Tittel

Bericht Süddeutsche Zeitung (19.01.2023)