Hohe Grasland-Brandgefahr in der gesamten Region Trier

In Rheinland-Pfalz herrscht derzeit eine hohe Grasland-Brandgefahr, das teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit.
DWD
DWD

Trotz vielem Regen zu trocken 

Infolge des trockenen Wetters und des beginnenden Laubaustriebes der Bäume ist die Bodenoberfläche im Wald stark ausgetrocknet. Eine Schneeschmelze, die zu einer gleichmäßigen Durchfeuchtung des Waldbodens führen kann, fehlt in diesem Jahr weitgehend. Zwar haben die höheren Niederschläge im Januar und Februar den Boden in den oberen Schichten durchfeuchtet, sie konnten aber die hohen Niederschlagsdefizite der vergangenen beiden Jahre nicht ausgleichen. Die Unterböden sind in einer Tiefe von zwei Metern stark ausgetrocknet.

Gräser und Blätter sehr trocken 

Vertrocknete Blätter, Zweige und Gräser sind vielerorts jetzt leicht entzündbar. Die massiven Waldschäden der vergangenen zwei Jahre führen darüber hinaus zu einer erheblichen Brandlast: Abgestorbene, trockene Baumteile sind vermehrt in den Wäldern vorhanden. Oft genügt schon ein kleiner Funke, um ein Feuer zu entfachen. Der April ist ein typsicher Waldbrand-Monat.

Umgang mit Feuer

Rauchen ist im Wald ganzjährig verboten. Der Umgang mit offenem Feuer im Wald oder in einer Nähe von 100 Metern – wie beim Gillen, bei Lagerfeuern oder beim Verbrennen von Gartenabfällen – ist grundsätzlich zum Schutz des Waldes untersagt. Auch aufgeheizte Katalysatoren von abgestellten Fahrzeugen auf trockener Bodenvegetation können Waldbrände auslösen. Zufahrtswege zu Waldgebieten dürfen durch die Fahrzeuge von Waldbesuchern nicht versperrt werden, damit Rettungsfahrzeuge zum Ort des Geschehens vordringen können.

Wer einen Waldbrand entdeckt, ist verpflichtet, unverzüglich einen Notruf abzusetzen. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr kann eine weitere Ausbreitung von Waldbränden in den meisten Fällen effektiv verhindert werden. Die Landkreise und Kreisfreien Städte können Regelungen zum vorbeugenden Waldbrandschutz erlassen. Im Einzelfall kann dies auch zu Einschränkungen für Waldbesucher bis hin zu einem Betretungsverbot von besonders waldbrandgefährdeten Wäldern führen.

Der Deutsche Wetterdienst informiert täglich im Internet über die örtliche Waldbrandgefahr. Von März bis Oktober wird tagaktuell die Waldbrandgefahrenstufe berechnet und bekannt gegeben. https://www.dwd.de/DE/leistungen/waldbrandgef_bl/waldbrandgefbl.html?nn=380288&_state=maximized&_windowLabel=T3420104081166522216849

Pressemitteilung DWD