Kritik an Gruppenfoto der Polizei auf dem Weihnachtsmarkt

Am Mittwoch, 08.12.2021, ging ein Gruppenfoto vom Trierer Weihnachtsmarkt auf der Facebookseite der Polizei Rheinland-Pfalz online. Allerdings sorgte das Gruppenbild der Einsatzkräfte für zahlreiche Kritik - daher hat die Polizei ebenfalls Stellung dazu genommen.
Die "Weihnachtsmarktstreife" vor der Pyramide: Das Foto sorgte im Netz für Aufreger. Foto: Polizeipräsidium Trier
Die "Weihnachtsmarktstreife" vor der Pyramide: Das Foto sorgte im Netz für Aufreger. Foto: Polizeipräsidium Trier

Kritik an Gruppenfoto: Kein Abstand, keine Masken

Das Gruppenbild von Einsatzkräften sollte nur ein Zeichen für die erfolgreiche internationale Zusammenarbeit der Polizei sein. „Auch in diesen besonderen Zeiten sorgt das Polizeipräsidium #Trier mit Kräften der Bundespolizei, des Ordnungsamtes der Stadt Trier sowie der Police Grand Ducale aus Luxemburg, der Gendarmerie aus Frankreich und der saarländischen Polizei auf dem Weihnachtsmarkt für Sicherheit.“, heißt es im Beitrag dazu.

Doch das Foto sorgte für zahlreiche kritische Stimmen: „Was für ein Verhalten?? Keine Masken?? Tolles Vorbild seid ihr“, schreibt ein Nutzer und empört sich über das Gruppenbild. An anderer Stelle heißt es „Wieder mal super demonstriert, dass der Staat sämtliche Sonderrechte hat.“ oder „Die sollen sich genauso daran halten wie wir .Wir bekommen ne Strafe und die machen hier auf ohne Maske 😷irgendwo hört es auch mal auf.“

Aber es hagelt nicht nur Kritik an dem Foto. Viele Nutzerinnen und Nutzer nehmen die Einsatzkräfte in Schutz. „Habt ihr nix besseres zu tun als euch über ein nettes Foto der Polizei aufzuregen? Das Foto ist super…’thank you for your service‘.“, schreibt ein User, der ebenso wenig Verständnis für den Unmut hat wie ein weiterer: „Habt ihr nix besseres zu tun ?als Kritik zu üben? Danke für den täglichen Einsatz.“

 

 

Polizei nimmt Stellung zu dem Foto

Die rheinland-pfälzische Polizei hat mittlerweile eine Stellungnahme veröffentlicht. „Im Moment hagelt es viel Kritik für unser Foto.“, heißt es im Kommentar. Allerdings seien alle abgebildeten Personen mindestens zwei Mal geimpft und man sei nur für den Moment der Fotoaufnahme so nah zusammen gerückt. Dennoch akzeptiert die Polizei die kritischen Stimmen und gelobt Besserung: „Beim nächsten Mal machen wir es besser.“, schreibt sie abschließend.

Internationale Besucherinnen und Besucher

Gerade an den Wochenenden ist der Trierer Weihnachtsmarkt von Besucher:innen aus der Region, dem Bundesgebiet und dem nahegelegenen Ausland als vorweihnachtliches Highlight sehr beliebt.

Der Einsatz von ausländischen und auswärtigen Polizeikräften vermittelt Sicherheit und findet bei den zahlreichen Gästen des Weihnachtsmarktes aus den benachbarten Regionen großen Anklang, können sie doch in ihrer Muttersprache oder ihrem Dialekt angesprochen werden. Ob es um die Frage nach dem Weg, nach Sehenswürdigkeiten, um Anzeigen oder Hinweise auf Straftaten oder gar um vermisste Kinder oder Begleiter geht – bei den zahlreichen Weihnachtsmarktbesucher:innen aus dem In- und Ausland sind die international besetzten Polizeistreifen als Ansprechpartner und Sprachvermittler sehr gefragt.