Astronaut Matthias Maurer ist zurück aus dem All

Der Saarländer Matthias Maurer ist seit Freitag wieder auf der Erde. Für ihn und seine Kolleg:innen ging eine mehrmonatige Weltraummission zur Internatioalen Raumstation ISS zu Ende.
Nach sechs Monaten im Weltall ist der Saarländer Matthias Maurer wieder auf der Erde gelandet.
Nach sechs Monaten im Weltall ist der Saarländer Matthias Maurer wieder auf der Erde gelandet.

Nach mehr als 2.500 Erdumrundungen und mehr als 110 Millionen Flugkilometern um die Erde – wenn auch inmitten schwerer Spannungen zwischen dem Westen und Moskau wegen des Ukraine-Krieges – zieht der gebürtige Saarländer eine positive Bilanz seines Aufenthalts in der Schwerelosigkeit. „Es waren sechs herausragende Monate hier auf der Raumstation“, so Maurer bei einer offiziellen Verabschiedungszeremonie an Bord der ISS. „Es ist das Ende einer sechsmonatigen Mission, aber der Weltraum-Traum lebt weiter.“

Vor sechs Monaten gestartet

Der Saarländer Matthias Maurer (52) startete am 11. November 2021 gemeinsam mit den NASA-Astronauten Raja Chari, Thomas H. Marshburn und Kayla Barron an Bord einer Dragon-Raumkapsel des US-amerikanischen Raumfahrtunternehmens SpaceX zur Internationalen Raumstation ISS. In rund 400 Kilometern Höhe war er an etwa 150 Experimenten beteiligt. Für einen fast siebenstündigen Arbeitseinsatz im Außenbereich der Raumstation stieg er sogar in den freien Weltraum hinaus.

Maurer postete das Selfie nach seinem „Space Walk“.

Mission „Cosmic Kiss“ – Bindeglied zwischen Erde und All

Matthias Maurer ist der zwölfte Deutsche im Weltall. Für den Astronauten der europäischen Raumfahrtagentur ESA war es der erste Einsatz im Weltall. Seiner ISS-Mission hat der 52-Jährige den Namen „Cosmic Kiss“ gegeben: Zum einen möchte er damit Ausdruck der besonderen Bedeutung der Raumstation als Bindeglied zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern der Erde und dem Weltall verleihen. Darüber hinaus steht Cosmic Kiss ebenso für den Wert der partnerschaftlichen Erkundung des Weltraums mit Blick auf fernere Ziele wie Mond und Mars sowie für einen respektvollen und nachhaltigen Umgang mit unserem Heimatplaneten Erde selbst.

100 Experimente – von der Grundlagenforschung bis zur Biomedizin

Während seines Aufenthalts auf der ISS führte Matthias Maurer mehr als 100 Experimente durch, 36 davon mit deutscher Beteiligung. Das Spektrum reichte von der Grundlagenforschung bis hin zur Anwendung in Bereichen wie Lebenswissenschaften, Materialwissenschaft, Physik, Biologie, Medizin, Technologieentwicklung und Künstliche Intelligenz sowie Erdbeobachtung.

Wieder frisches Obst, Gemüse und Pizza

Jetzt freut sich Matthias Maurer erst einmal auf vieles, was er im vergangenen halben Jahr entbehren musste. „Ich freue mich auf frischen Salat, frisches Obst, frisches Essen, eine knusprige Pizza, vielleicht auch auf ein Getränk mit ein bisschen Kohlensäure drin“, sagte er in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Pressemitteilung Bundesregierung (06.05.2022)