Polizeimord in Kusel: Gutachten bestätigt sichergestellte Waffen als Tatwaffen

Mehr als drei Wochen ist es her, dass zwei Polizeikräfte im Landkreis Kusel erschossen wurden. Ein Gutachten bestätigt nun, dass es sich bei den sichergestellten Waffen um die Tatwaffen handelt.
In Sulzbach wurden die Tatverdächtigen festgenommen sowie die Tatwaffen sichergestellt. Foto: Florian Blaes

Am 31. Januar 2022 wurden zwei Polizeikräfte im Landkreis Kusel durch Schüsse ermordet. Mehr als drei Wochen später steht fest: die bei der Festnahme der Tatverdächtigen sichergestellten Waffen sind die Tatwaffen. Ein waffentechnischen Vorgutachten habe bewiesen, dass es sich bei der Flinte und der Büchse um die Tatwaffen handelt, berichtet die BILD am Mittwoch, 23.02.2022.

Tatwaffen: Jagdgewehr und Schrotflinte

Bei den Tatwaffen soll es sich um eine „Bergara-Kipplaufbüchse“ sowie eine Schrotflinte handeln, heißt es in dem Bericht weiter. Auf dem Feld nahe des Tatorts sei eine Kugel sichergestellt worden, die zu der bei der Durchsuchung sichergestellten Bergara-Kipplaufbüchse passt. Zudem seien zwei Schrotpatronenhülsen gefunden worden, die zu der in Sulzbach sichergestellten Flinte passen.

Bei Durchsuchung 19 Waffen gefunden

Bei der Durchsuchung in Sulzbach wurde nach der Festnahme der beiden Tatverdächtigen Andreas S. (38) und Florian V. (32) eine Vielzahl von Waffen sowie Munition festgestellt. Zum Zeitpunkt der Tat war Andreas S. nicht mehr im Besitz eines Jagdscheins und somit auch ohne Waffenerlaubnis. Der Jagdschein wurde ihm bereits vor Jahren entzogen, ein neuer Antrag im Jahr 2020 ebenfalls abgelehnt.

Andreas S. schweigt, Florian V. bestreitet Tat

Die Staatsanwaltschaft geht von gemeinschaftlichem Mord aus, um gewerbsmäßige Wilderei zu vertuschen. Nach der Festnahme gab der 32-jährige Verdächtige Florian zwar zu, gewildert zu haben, aber bestritt die Beteiligung am Mord. So wie er den Tatverlauf schildert, habe nur Andreas S. die Morde begangen. Er soll die Waffen gewechselt haben, bevor er weiter auf den Polizeibeamten feuerte.

Bild Artikel (23.02.2022)